Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Japan: Radioaktives Wasser aus Atomkraftwerk entwichen – Yuri Kageyama / AP
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Kritik an Informationspolitik Japan: Radioaktives Wasser aus Atomkraftwerk entwichen

Yuri Kageyama / AP

11.12.2011

Archivfoto vom 11. März 2011: Für Japan entwickelte sich das in Folge des verheerenden Erdbebens und darauffolgenden Tsunamis verwüstete Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi zu einem atomaren Albtraum. Erneut kam es in Japan zu einem Reaktor-Zwischenfall im Atomkraftwerk Genkai. Nach Angaben der Regierung in Japan gelangte das ausgetretene radioaktive Wasser jedoch nicht außerhalb der Reaktor-Anlage in die Umwelt. Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda teilte unterdessen mit, im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sei in allen drei geschmolzenen Reaktorkernen die Temperatur unter den Siedepunkt gefallen und die Strahlung zurückgegangen. Foto: Yasushi Kanno/Yomiuri Shimbun/dapd
Archivfoto vom 11. März 2011: Für Japan entwickelte sich das in Folge des verheerenden Erdbebens und darauffolgenden Tsunamis verwüstete Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi zu einem atomaren Albtraum. Erneut kam es in Japan zu einem Reaktor-Zwischenfall im Atomkraftwerk Genkai. Nach Angaben der Regierung in Japan gelangte das ausgetretene radioaktive Wasser jedoch nicht außerhalb der Reaktor-Anlage in die Umwelt. Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda teilte unterdessen mit, im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sei in allen drei geschmolzenen Reaktorkernen die Temperatur unter den Siedepunkt gefallen und die Strahlung zurückgegangen.

Foto: Yasushi Kanno/Yomiuri Shimbun/dapd

Tokio, Japan – Bei einem Reaktor-Zwischenfall in einem südwestjapanischen Atomkraftwerk ist radioaktives Wasser entwichen. Nach Angaben der Regierung in Japan gelangte es aber nicht außerhalb der Reaktor-Anlage in die Umwelt. Ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde in Tokio, Testyuy Saito, teilte am Samstag mit, aus einer Pumpe im Reaktor 3 des Atomkraftwerks Genkai seien am Freitag 1,8 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten. Die Ursache werde ermittelt.

"Es hat verschiedene Probleme in Genkai gegeben", sagte Saito. "Aber es gibt als Ergebnis dieser Ereignisse kein Sicherheitsproblem." Die Betreibergesellschaft Kyushu Electric Power sprach in einer Erklärung vom Freitag von einem Pumpenproblem bei dem Atomkraftwerk, erwähnte aber kein Leck. Saito sagte, es sei Sache des Atomkraftwerk-Betreibers zu entscheiden, ob ein Leck bekannt gegeben wird.

Der Bürgermeister von Genkai, Hideo Kishimoto, beschwerte sich nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo über die Informationspolitik der Betreiberfirma in Japan. "Die Stadtregierung muss informiert sein", wurde er zitiert. Er habe den Stromversorger wiederholt aufgefordert, seine Informationspolitik zu ändern.

Regierung will bis Jahresende Entwarnung für Fukushima geben

Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda teilte unterdessen mit, im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sei in allen drei geschmolzenen Reaktorkernen die Temperatur unter den Siedepunkt gefallen und die Strahlung zurückgegangen. Die Regierung gehe weiter davon aus, bis zum Jahresende Entwarnung für das bei einem Tsunami im März schwer beschädigte Atomkraftwerk geben zu können, sagte Noda am Freitag.

Das Sinken der Temperatur und der Rückgang der austretenden Radioaktivität sind die beiden wichtigsten Voraussetzungen für eine sogenannte Kaltabschaltung ("cold shutdown") und ein entscheidender Schritt zur Stabilisierung und letztendlichen Schließung des Werks in Japan.

(dapd)

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