Aktuelle Nachrichten – International
12.03.2011
Tokio – Angesichts Tausender Vermisster nach dem verheerenden Erdbeben hat Japan ein großes Militäraufgebot für Rettungsaktionen abgestellt. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte am Samstag, dass hierzu 50.000 Soldaten entsandt worden seien. Außerdem seien 190 Militärflugzeuge sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs. "Die meisten Häuser an der Küstenlinie sind weggespült worden", erklärte Kan nach einem Helikopterflug über dem Erdbebengebiet. Der Tsunami habe sehr schwere Schäden verursacht, sagt er.
Unterdessen bestätigten Behörden offiziell bislang 413 Todesopfer. Demnach wurden 1.128 Menschen verletzt, 784 weitere gelten als vermisst. Die Polizei teilte mit, allein entlang der Küste der Stadt Sendai seien 200 bis 300 Leichen entdeckt worden. Eine unbekannte Zahl von Opfern ist vermutlich von herabfallendem Mauerwerk verschüttet worden.
Rettungskräften ist es bislang noch nicht gelungen, zu den am schwersten betroffenen Gebieten vorzudringen.
(dapd)
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