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Sprachschützer: Jargon "Kiezdeutsch" Folge schlechter Sprachförderung

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14.02.2012

Kiezdeutsch als Jugend-Slang oder Sympton des Verlernens deutscher Sprachkenntnisse? Foto: Gerd Altmann/ pixelio.de
Kiezdeutsch als Jugend-Slang oder Sympton des Verlernens deutscher Sprachkenntnisse?

Foto: Gerd Altmann/ Pixelio

Berlin/Dortmund – Der verbreitet gesprochene Slang Jugendlicher in den Einwanderer-Vierteln deutscher Städte ist nach Ansicht des Sprachschützers Holger Klatte eine Folge mangelnder Sprachförderung. "Ich würde es auf keinen Fall als Dialekt ansehen", so der Sprecher des Vereins Deutsche Sprache.

Damit widerspricht Klatte der Sprachwissenschaftlerin Heike Wiese, die in ihrem Mitte Februar erscheinenden Buch "Kiezdeutsch" für mehr Verständnis gegenüber dem gleichnamigen Jargon wirbt. Klatte mahnte vor einem Verfall der sprachlichen Verhältnisse in Ballungsräumen.

Der Sprachschützer forderte, mehr in den Deutschunterricht an Schulen zu investieren. "Uns werden zunehmend Klagen von Lehrern zugetragen, die aus ihrem eigenen Unterricht sehen, dass gerade in sozialen Problemgebieten die Sprachkenntnisse der Schüler nachlassen", sagte Klatte. Dies führe vor allem zu Nachteilen bei der Berufssuche.

Er mahnte, das Problem der Sprachförderung stärker in den Blick zu nehmen: "Das Vermitteln der hochdeutschen Sprache genießt natürlich Priorität."

(dapd)

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