Mode – Jeans on! – Katharina Starlay / Gastautorin
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Stiltipp Jeans on!

Katharina Starlay / Gastautorin

11.07.2011

Exklusiv: Stiltipp der Modedesignerin und Imageberaterin Katharina Starlay. Foto: The Epoch Times
Exklusiv: Stiltipp der Modedesignerin und Imageberaterin Katharina Starlay.

Foto: The Epoch Times

Wissen Sie, woher der Begriff Denim kommt? Was heute gängige Handelsbezeichnung für ein Kleidungsstück ist, das seine einmalige Karriere als Arbeits-Latzhose Mitte des 19. Jahrhunderts in USA begann, hat seinen Ursprung in Frankreich.

Die zur Blaufärbung benötigten Indigo-Farbstoffe und die kräftigen (köperbindigen) Baumwollstoffe wurden über die Stadt Nimes gehandelt, weshalb man die daher kommenden Gewebe kurzerhand De-Nimes taufte.
Genauso kommt unsere gute alte Blue-Jeans als Bleue de Genes (Blau aus Genua) daher.
Ob sich Urvater Levi Strauss darüber schon Gedanken gemacht hat?

Die Jeans, ein Mitbringsel US-amerikanischer Soldaten nach dem 2. Weltkrieg, begann ihren Siegeszug in Deutschland als Protestgewand Jugendlicher in der Wirtschaftswunderzeit. James Dean und Elvis Presley machten die Ware zum Kult. Heftige gesellschaftliche Diskussionen darüber, ob sie „ziemlich" und überhaupt für die Schule geeignet sei, konnten nicht aufhalten, was junge Menschen von da an bis in die 70'er Jahre hinein wollten: Denim goes lifestyle.
Seither hat die Jeans Generationen von Hilly Billies, Pop-Art-isten, Hippies und Hip-Hop-Freaks gekleidet. Längst sind Jeans zur Schuluniform avanciert - einfach, weil die Jugendlichen von damals Lehrer und Vorbild von heute sind.

Zum Glück ziehen wir Jeans heute nicht mehr mit der Zange an und müssen sie auch nicht mehr in der Badewanne in Form bringen. Und so nahm sie die letzte Hürde: Denim ist salonfähig geworden. Wirklich?

Jeans können ein Business-Outfit lässig machen - aber nur, wenn Firma, Terminlage und der Kunde/ Chef es erlauben. Ganz wichtig: Jeanshosen müssen qualitativ hochwertig sein und erstklassig sitzen. Schauen Sie sich beim Kauf daher immer, immer, immer auch von hinten an! Und vermeiden Sie zu auffällige Steppungen, Krönchen oder sonstiges an den Stellen und auf der Körperhöhe, die Sie nicht so stark betonen möchten. Das gilt für jeden, in jedem Alter.

Eine Jeans ganz ohne Potaschen macht das Gesäß optisch breit. Je stärker die Waschung (der Used-Look) ist, desto stärker wird eine Orientierung an der Generation < 20 demonstriert, was an klassischen Persönlichkeiten oder in klassischen Business-Berufen etwas übertrieben wirken kann. Blue Jeans sind immer legerer als farbige Jeans, die man Ton in Ton zum Businessoutfit kombiniert.
Wenn Sie Jeans in Ihre Businessgarderobe integrieren wollen, seien Sie sparsam damit - tragen Sie Jeans nie von Kopf bis Fuß! Eine Jeansjacke zum Sommerkleid, eine schwarze Jeanshose zum Business-Sakko oder ein (gut sitzender!) knielanger Jeansrock mit Bluse, Gürtel und Perlenkette wirken stylish und nicht peinlich.

Ihre Katharina Starlay

Die Epoch Times Deutschland freut sich, in regelmäßigen Abständen Stiltipps der Frankfurter Modedesignerin und Imageberaterin Katharina Starlay veröffentlichen zu können. Mehr Stilvolles auf ihren Websites  www.starlay.de sowie  www.stilclub.de

 

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