Aktuelle Nachrichten – Europa
27.01.2009
Neuenburg – In der Schweiz hat jede zehnte Person ab 65 Jahren im 2007 Pflegeleistungen der Spitex in Anspruch genommen. Bei den 80-Jährigen und Älteren war es sogar jede vierte Person, wie die erstmals vom BFS veröffentlichte Statistik zeigt. Die durchschnittlichen Kosten pro betreute Person betrugen 5.900 Franken.
Die Zahl der Klientinnen und Klienten nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent auf rund 205.000 zu, wie das Bundesamt für Statistik, BFS, am Dienstag mitteilte. 68 Prozent davon waren Frauen. Insgesamt wurden rund 12,3 Millionen Stunden verrechnet. Die Arbeitsstunden wurden zu 61 Prozent für Pflegeleistungen, zu 38 Prozent für Hauswirtschafts- und Sozialleistungen und zu einem Prozent für weitere Leistungen eingesetzt. Bei den unter 65-Jährigen wurden 48 Prozent der verrechneten Stunden in die Pflege investiert, bei den 65- bis 79-Jährigen waren es 62 Prozent und bei den 80-Jährigen und Älteren 65 Prozent der Stunden. In den 639 Spitex-Organisationen waren rund 28.000 Personen beschäftigt. Sie besetzten rund 12.000 Vollzeitstellen. Im Durchschnitt ergibt dies laut BFS 1,6 Spitex-Vollzeitstellen pro tausend Einwohner in der Schweiz. Ein Viertel der Angestellten verfügt über eine höhere Berufsbildung. Die Spitex-Organisationen erzielten Einnahmen von über 1,2 Milliarden Franken, wobei fast die Hälfte aus Pflege- und Betreuungsleistungen stammten. Die andere Hälfte der Einnahmen waren Subventionen. Die Ausgaben betrugen 1,2 Milliarden Franken, 86 Prozent davon wurden für das Personal ausgegeben. Im Durchschnitt kostete eine geleistete Spitex-Stunden 98 Franken, zwei Franken mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro betreute Person beliefen sich auf knapp 5.900 Franken. Dies sind vier Prozent mehr als 2006, wie das BFS schreibt. Mit Abstand am meisten Spitex-Organisationen zählte der Kanton Zürich mit 120. Diese betreuten rund 30.500 Klientinnen und Klienten. An zweiter Stelle stand der Kanton Bern mit 105 Organisationen, die sich um rund 27.700 Klientinnen und Klienten kümmerten. Im Kanton Waadt waren es demgegenüber nur acht Organisationen, die rund 25.500 Menschen pflegten. (AP)