Harmonie und Balance im Alltag – Jede zweite Frau leidet nach Niederkunft an Belastungsinkontinenz – DAPD
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Frauenleiden Jede zweite Frau leidet nach Niederkunft an Belastungsinkontinenz

DAPD

27.08.2008

Gymnastikbälle können sehr effizient sein bei Blasenschwäche. (housymomo/Pixelio.de)
Gymnastikbälle können sehr effizient sein bei Blasenschwäche. (housymomo/Pixelio)

Frankfurt/Main – Jede zweite Frau kann nach ihrer Niederkunft ihre Blase nicht mehr so gut kontrollieren und verliert unbeabsichtigt Urin. Grund sind die großen Kräfte, die während der Geburt auf Muskeln und Sehnen des Unterleibs einwirken, wie der Leiter der Frauenklinik Kassel, Thomas Dimpfl, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ erklärt. In den meisten Fällen verschwinde diese Problem zwar von alleine. Doch zehn Prozent der Betroffenen entwickelten eine dauerhafte Belastungsinkontinenz.

Wenn die Frauen lachen, niesen, husten oder heben, verlieren sie laut Dimpfl tropfenweise oder auch im Schwall Urin. Viel zu viele Betroffene machten das Problem mit sich allein ab und versuchten damit zu leben. Dabei gebe es effektive Hilfe. Meistens helfe gezieltes Beckenbodentraining, selten brauchten Frauen Medikamente, eine Operation oder langfristige Hilfen wie spezielle Vorlagen. Ein starker Beckenboden schütze aber auch vorbeugend, erklärt der experte. Sportliche Frauen und solche, die schon in der Schwangerschaft an einem entsprechenden Training teilnähmen, bekämen seltener Probleme. (AP)

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