Aktuelle Nachrichten – Medizin
03.02.2011
Wiesbaden – Jeder vierte Todesfall in Deutschland im Jahr 2009 ist Folge einer Krebserkrankung gewesen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, starben in diesem Zeitraum etwa 216.000 Menschen an bösartigen Tumoren. Das entspricht etwa den Zahlen des Jahres 2008. Erneut waren Lungen- und Bronchialkrebs die häufigste Krebstodesursache.
Dem Krebstod erlagen 2009 etwa 116.700 Männer und 99.400 Frauen. In 42.200 Fällen sei Lungen- und Bronchialkrebs Ursache gewesen, erklärte die Statistikbehörde anlässlich des Weltkrebstages am (morgigen) Freitag. Davon betroffen waren weitaus mehr Männer als Frauen: Bei den Männern war in 29.133 Fällen (7,2 Prozent aller Sterbefälle) die Erkrankung der Lunge und Bronchien ursächlich für deren Tod, gefolgt von einer Krebserkrankung der Prostata in 12.217 Fällen (3,0 Prozent), erklärten die Statistiker weiter. Bei Frauen war die häufigste Krebstodesursache Brustkrebs mit 17.066 Fällen (3,8 Prozent), die zweithäufigste Lungen- und Bronchialkrebs mit 13.088 Fällen (2,9 Prozent).
Ein Viertel aller an Krebs gestorbenen Menschen war jünger als 65 Jahre. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei 73,6 Jahren und damit 6,7 Jahre unter dem allgemeinen Sterbealter. In der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen war die Krebserkrankung mit einem Anteil von 41 Prozent an allen Sterbefällen die bedeutendste Todesursache.
Fast 1,5 Millionen Menschen – rund 680.000 Frauen und 810.000 Männer – wurden 2009 im Krankenhaus behandelt und entlassen. Knapp 40 Prozent davon waren zwischen 25 und 65 Jahre alt. Die häufigste Diagnose bei den Frauen war Brustkrebs mit 147.452 Fällen. Bei den Männern war der häufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt Lungen- beziehungsweise Bronchienkrebs (128.058 Fälle).
(dapd)
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