Foto: dapd/Volker Hartmann
Berlin – Viele Jugendliche und junge Erwachsene wissen nicht, dass sie sich gegen Masern impfen lassen sollten. 81 Prozent der nach 1970 Geborenen ist die seit 2010 geltende Masern-Impfempfehlung unbekannt, ergab eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Die BZgA startet deshalb unter dem Motto "Deutschland sucht den Impfpass" eine Kampagne zur Masernimpfung, die sich vor allem an junge Menschen richtet. "Angesichts der Zunahme von Masernfällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es wichtig, die Aufmerksamkeit für das Thema Impfschutz zu erhöhen", sagte die Direktorin der BZgA, Elisabeth Pott.
60 Prozent der Befragten gaben in der Studie an, dass sie nicht auf die Notwendigkeit der Impfung hingewiesen wurden. Besonders Jugendliche wüssten im Vergleich zu Älteren seltener, wo sich ihr Impfpass befinde.
24 Prozent der nach 1970 Geborenen halten Masern für keine schwere Krankheit. Die BZgA verdeutlichte aber: Masern seien keine harmlose Kinderkrankheit, sondern könnten bei Erwachsenen zu Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen führen.
In ihrer Impfkampagne informiert die Bundeszentrale mithilfe einer Postkartenaktion sowie Plakaten über Masern und bietet einen Online-Impfcheck.
Ziel sei es, gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation die Masern in Europa bis 2015 auszurotten, sagte Pott. Im Jahr 2011 wurden mehr als 1.600 Fälle in Deutschland gezählt.
( www.impfen-info.de/impfpass )
dapd
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