Aktuelle Nachrichten – Deutschland
04.07.2006
Düsseldorf - Jedes zweite große deutsche Unternehmen war in den vergangenen drei Jahren Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen. Das geht aus einer am Dienstag in Düsseldorf vorgelegten Studie der Wirtschaftsberatung KPMG hervor. Laut Bundeskriminalamt beträgt der entstandene volkswirtschaftliche Schaden allein im Jahr 2005 rund 4,2 Milliarden Euro. Zwei Drittel der Unternehmen befürchten der Umfrage zufolge, dass das Ausmaß wirtschaftskrimineller Handlungen in nächster Zeit sogar noch zunehmen wird.
Das Spektrum der Delikte reicht von Diebstahl und Unterschlagung, über Untreue und Betrug bis zur Fälschung von Finanzinformationen, Korruption oder Kartellrechtsverstößen. Besorgniserregend: Die Dunkelziffer wird von den Unternehmen auf über 80 Prozent geschätzt. Fast 60 Prozent der Delikte wird nur durch Zufall aufgedeckt.
KPMG hatte für seine Studie insgesamt 420 Führungskräfte aus allen Branchen befragt.
(AP)
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