Cape Canaveral – Jetzt kommt endlich „Harmony“ ins All. Auf diesen Namen wurde der sogenannte Verbindungsknoten Nr. 2 getauft, der am Dienstag mit der US-Raumfähre „Discovery“ ist All gestartet ist. Die Befestigung dieses Teils an der Internationalen Weltraumstation (ISS) gehört zu den Hauptaufgaben der zweiwöchigen Mission der sieben „Discovery“-Astronauten.
Zur Besatzung des Shuttles gehört auch der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli. Er soll unter anderem den Außenbordeinsatz zur Montage des Verbindungsknotens Nr. 2 koordinieren, wie die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) mitteilte. „Harmony“ ist notwendig, damit auch noch ein weiteres europäisches und ein japanisches Modul an die ISS angebaut werden können.
„Harmony“ ist das erste in Europa gebaute Modul, das dauerhaft an der ISS montiert werden soll, wie die ESA erklärte. Damit werde der Lebens- und Arbeitsbereich der ISS, deren Zusammenbau 1998 begann, zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder erweitert. An den zylinderförmigen Verbindungsknoten sollen im Dezember dieses Jahres das europäische Weltraumlabor „Columbus“ und im April 2008 das japanische Labor „Kibo“ angeschlossen werden.
Neben dem Verbindungsmodul sollen die sieben Astronauten auch ein weiteres Gitterstrukturelement an einer anderen Stelle der ISS anbringen sowie Solarzellenflügel und eine Wärmeverteilungsvorrichtung in Betrieb nehmen.
Die „Discovery“ startet am Dienstag pünktlich um 17.38 Uhr von Cape Canaveral in Florida ins All, acht Minuten später erreichte sie die Erdumlaufbahn. Der Start stand kurzzeitig in Frage, weil sich am Außentank des Space Shuttles ein größerer Eisbrocken festgesetzt hatte. Dies stellte sich jedoch schließlich als kein Problem heraus. Mit Pamela Melroy führt zum zweiten Mal eine Frau das Kommando bei einer US-Raumfähre. Am Donnerstag soll die „Discovery“ an der ISS andocken.
http://spaceflight.nasa.gov
http://www.esa.int/ (AP)