Frankfurt/Main – Unerwartetes Lob von „Wir sind Helden“-Frontfrau Judith Holofernes für den CDU-Politiker Roland Koch: Die Sängerin hat den hessischen Ministerpräsidenten wegen dessen Engagement für den Dalai Lama und Tibet ausdrücklich gelobt. „Mit Roland Koch habe ich politisch nicht viel gemeinsam“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“. „Aber er ist einer von wenigen Politikern, die immer wieder darauf drängen, dass der Dalai Lama offiziell in Deutschland empfangen wird – obwohl das immer heftige diplomatische Probleme mit China nach sich zieht.“
Ein persönliches Gespräch mit dem Dalai Lama bei dessen Auftritt in Hamburg am Wochenende empfand Holofernes, die seit fünf Jahren Buddhistin ist, „wie eine Kraftspritze“. Das Treffen sei für sie „sehr bewegend und aufregend“ gewesen, „wobei er eine Ausstrahlung hat, die einen alle Nervosität schnell vergessen lässt“. Sie habe bisher vom Dalai Lama schon sehr viele konkrete Anweisungen bekommen, allein durch seine Bücher.
Besonders beeindruckt sei sie davon, wie alltagsnah er seine Lehren vermittele, sagte die 31-Jährige. „Er verkörpert das reine Mitgefühl. Mit der Ehrerbietung, die ihm entgegengebracht wird, geht er sehr humorvoll um.“ Es sei ermutigend, von ihm gesagt zu bekommen, „dass er meine Arbeit für wichtig hält und dass Künstler ethische Ideen transportieren sollen“.
Dass der Dalai Lama besonders auf Jugendliche anziehend wirkt, erklärt sich die Sängerin damit, dass er anders als der Papst „sehr integrativ“ auftrete: „Er spricht nicht von Religion, sondern von allgemein gültigen Werten. Man muss nicht irgendwo eintreten, um Buddhismus für sich auszuprobieren“. Sie selbst habe „die Verbindung von Herz und Geist“ im Buddhismus gefunden: „Wer meditiert erfährt, wie angenehm es ist, wenn das Ego mal eben die Klappe hält.“ (AP)
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