Frankfurt/Main – Schüler brauchen rund neun Stunden Schlaf täglich. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hin. Doch nur wenige Heranwachsende kommen unter der Woche tatsächlich auf so viel Erholungszeit. „Versuchen die Jugendlichen dann am Wochenende, ihr Schlafdefizit aufzuholen, nützt dies nicht viel, wenn ihre innere Uhr aus dem Rhythmus geraten ist“, erklärt Verbandssprecher Ulrich Fegeler.
Der Arzt rät Nachtschwärmern, ihre Gewohnheiten schrittweise an die Schulzeit anzupassen. Um wieder einen geregelten Tages-und-Nacht-Rhythmus herzustellen, könne helles Licht am Morgen helfen. Denn Helligkeit spiele eine wichtige Rolle für die innere Uhr. Umgekehrt helfe Dunkelheit, Schlaf zu finden. Kurz vor dem Zubettgehen sollten die Heranwachsenden auf Schularbeiten, heftige Diskussionen, laute Musik, Computerspiele und Internetsurfen verzichten.
„Leiden Jugendliche unter fortdauernder und ausgeprägter Tagesschläfrigkeit, sollten sie beim Kinder- und Jugendarzt vorgestellt werden“, sagt Fegeler. Denn dann könne sich auch eine Krankheit dahinter verbergen – etwa eine Atemstörung während der Nacht, also das Apnoe-Syndrom, oder das sogenannte Restless-Legs-Syndrom, bei dem die Beine kurz vor dem Einschlafen kribbeln und den Schlaf stören. Zu viel oder zu wenig Schlaf könne aber auch Anzeichen einer Depression oder eines nur im Schlaf auftretenden Anfallsleidens sein.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de (AP)
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