Aktuelle Nachrichten – Deutschland
06.01.2012
Foto: Ich-und-Du/Pixelio
Köln – Der Vorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Lasse Becker, hat in dem Streit über die Anrufe von Bundespräsident Christian Wulff bei "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann "größtmögliche Transparenz" gefordert. Wenn nicht die Persönlichkeitsrechte Dritter betroffen seien, sei es ein "nachdenkenswerter Schritt" für den Bundespräsidenten, das Mailbox-Protokoll freizugeben, sagte der Chef der FDP-Jugendorganisation am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".
Der Präsident hatte Diekmann kurz vor der Veröffentlichung eines kritischen Berichts über Wulffs Privatkredit eine wütende Nachricht auf dem Handy hinterlassen. Der Anruf wurde publik, nicht aber der genaue Inhalt. Laut "Bild"-Zeitung wollte Wulff damit den Abdruck des Artikels verhindern. Wulff hingegen sagt, er habe nur um Aufschub gebeten. Einer Veröffentlichung des Wortlauts stimmte Wulff nicht zu.
(dapd)
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