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Kleine Abenteurer Jungvögel am Boden

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21.06.2010

Federknäuel in Not? Vielleicht sitzt die Mutter ganz in der Nähe und passt auf. Foto: Kurt Bouda/www.pixelio.de
Federknäuel in Not? Vielleicht sitzt die Mutter ganz in der Nähe und passt auf.

Foto: Kurt Bouda/Pixelio

Vermeintlich hilflose Vogelkinder sollte man laut dem NABU in der freien Natur belassen. Nur ganz selten handelte es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen. „Manche Vogelarten verlassen nämlich das Nest bereits, bevor sie fliegen können", erläutert Stephan Zirpel, Vogelexperte und Geschäftsführer des NABU Hamburg. „Dazu zählen nicht nur typische Nestflüchter wie Enten, Fasanen oder Kiebitze, sondern auch einige Singvogelarten."

Meistens nicht in Not

Wie Jugendliche nun einmal sind, entfliehen auch die bräunlich gefleckten Jungamseln bereits vor dem Flüggewerden der Enge des Nestes. „Wer aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass diese unbeholfen herumflatternden Federknäule mit ihrem noch viel zu kurzen Schwänzchen durchaus nicht verlassen sind, sondern weiterhin von ihren Eltern betreut und gefüttert werden", betont Zirpel. Damit sie nicht verloren gehen, lassen die Jungen fast unablässig sogenannte „Standortlaute" hören. Dass einige dabei natürlichen Feinden zum Opfer fallen, gehöre zum natürlichen Regulationsmechanismus der Natur. Auch junge Greifvögel und Eulen durchlaufen ein sogenanntes „Ästlingsstadium", in dem sie noch im Dunenkleid im Geäst umherturnen. Hilfe sei erst notwendig, wenn nach längerer Beobachtung aus angemessener Entfernung feststeht, dass es sich wirklich um einen verlassenen oder kranken Vogel handelt. Wer keine Erfahrung mit der Aufzucht solcher Findelkinder hat, sollte dies am besten Fachleuten überlassen. (red)

 

 

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