Frankfurt/Main – Der diesjährige Juni fügt sich ein in die Reihe zu warmer Monate. Die Durchschnittstemperatur von rund 17,1 Grad lag 1,7 Grad über dem langjährigen Mittel von 15,4 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag mitteilte. Damit gab es in den vergangen 15 Jahren nur vier zu kühle Junimonate, aber elf zu warme. Während der Norden unter Trockenheit zu leiden hatte, wurden die Mitte und der Süden immer wieder von teils heftigen Gewittern heimgesucht. Deutschlandweit war der Juni aber trockener als üblich.
Die höchsten Durchschnittstemperaturen gab es im Juni in Sachsen (17,5 Grad), Sachen-Anhalt (17,6 Grad), Brandenburg (18,1 Grad) und vor allem dem Spitzenreiter Berlin mit 19,1 Grad. Der wärmste Ort lag dagegen an der Dhonau: In Regensburg wurden am 22. Juni 34,6 Grad gemessen. Den niedrigsten Tageswert teilen sich mit jeweils 1,0 Grad in den frühen Morgenstunden die drei Stationen Nürnberg-Netzstall (14. Juni), Schierke und Deutschneudorf-Brüderwiesen (beide am 17. Juni).
Im Norden, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, setzte sich im Juni die Trockenheit des Monats Mai zunächst fort. Erst am 22. brachten dort heftige Gewitter größere Regenmengen. In der Mitte und im Süden Deutschlands gaben es dagegen häufiger Gewitter, die vor allem im ersten Drittel des Monats auch unwetterartig waren. Zahlreiche Stationen verzeichneten mehr als zehn Tage mit Gewittern. Die größte Tagesmenge Regen gab es am 2. Juni im schwäbischen Hechingen mit 79,3 Liter pro Quadratmeter. Deutschlandweit kam der Juni mit durchschnittlich 60 Litern pro Quadratmeter aber nur auf 71 Prozent des Monatssolls von 85 Litern pro Quadratmeter.
Überdurchschnittlich war dagegen die Sonnenscheindauer, die mit 230 Stunden rund 116 Prozent des Monatssolls von 198 Stunden erreichte. Dabei schien wieder im Norden häufiger die Sonne als im Süden, an der Ostsee teilweise mehr als 300 Stunden. Während in Arkona auf Rügen die Sonne insgesamt 320 Stunden lang vom Himmel lachte, ließ sie sich am Alpenrand bei Bad Kohlgrub-Rosshof nur 135 Stunden sehen. (AP)
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