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Stuttgart – Starker Kaffee kann durchaus medizinische Wirkung entfalten. Unter Wissenschaftlern wird bereits diskutiert, ob das in großer Menge zu Unregelmäßigkeiten im Herzschlag führende Getränk bei mäßigem Konsum vor Zivilisationskrankheiten schützen kann. Der Arzneispezialist Matthias Bödding von der Universität Homburg/Saar verweist in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ auf eine neuere Studie, wonach vier bis sechs Tassen täglich das Diabetes-Risiko um 30 Prozent reduzieren. Zudem erkrankten starke Kaffeetrinker seltener an Parkinson.
Schließlich sei das mit dem Coffein verwandte Theophyllin ein verbreitetes Asthmamittel, berichtet der Experte. Auch in manchen Schmerzmitteln sei Kaffee enthalten. Und auch wenn Kaffee für Kinder als ungeeignet gelte, setzten Mediziner Coffein durchaus bei Frühgeborenen ein – als anregendes Mittel bei zu schwacher Atmung und zu langsamem Herzschlag. Schwangere und stillende Mütter sollten dagegen nicht mehr als ein bis zwei Tassen pro Tag trinken, da Coffein in den Blutkreislauf des Ungeborenen übertrete oder über die Muttermilch schreiende Säuglinge zusätzlich anstachle, warnt Bödding.
(AP)
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