Geschichte - Erkenntnisse und Fakten – Kairuku, der ausgestorbene Riesen-Pinguin – DAPD
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Fossilien-Rekonstruktion Kairuku, der ausgestorbene Riesen-Pinguin

DAPD

29.02.2012

Die grafische Rekonstruktion des Kairuru der Otago-Universität Wellington.    Foto: AP Photo/University of Otago
Die grafische Rekonstruktion des Kairuru der Otago-Universität Wellington.

Foto: AP Photo/University of Otago

Wellington – Aus Fossilien haben Forscher das Skelett eines seit 26 Millionen Jahren ausgestorbenen Riesen-Pinguin rekonstruiert. Die Experten aus Neuseeland und den USA zeigten das 1,30 Meter große Tier mit einem schlanken Körperbau, langen Flossen und spitzem Schnabel. Sie tauften den Pinguin "Kairuku", was in der Sprache der Maori "Taucher, der mit Essen zurückkehrt" bedeutet.

Die ersten Knochen des Kairuku wurden vor 35 Jahren in Neuseeland von dem Geologen Ewan Fordyce entdeckt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dan Ksepka aus dem US-Staat North Carolina rekonstruierte er das Skelett, wobei er einen Königs-Pinguin als Modell verwendete. "Das ist ziemlich aufregend", sagte Fordyce. "Wir haben genug Material von drei wichtigen Exemplaren, um eine ziemlich verlässliche Konstruktion der Körpergröße zu erhalten."

Länger schwimmen und tiefer tauchen

Mit seinem langen Schnabel habe der Riesen-Pinguin möglicherweise auch schnelle Beute fangen können, erklärte Fordyce. Dank seiner Größe habe der Kairuku wohl auch längere Strecken schwimmen und tiefer tauchen können als ein heutiger Pinguin. Der Kairuku war etwa 30 Zentimeter größer als der größte Pinguin heute, der Kaiser-Pinguin. Er wog damit wohl etwa 60 Kilogramm, die Hälfte mehr als ein Kaiser-Pinguin.

Fordyce erklärte, es gebe mehrere Möglichkeiten, warum der Kairuku ausgestorben sei: Klimaveränderungen könnten eine Rolle gespielt haben, möglicherweise seien aber auch neue Feinde aufgetaucht oder es sei zum verstärkten Kampf um Nahrung gekommen. (dapd)

 

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