Aktuelle Nachrichten – Fitness
14.03.2007
New York – Eine Kalorienbegrenzung verlängert die Lebensspanne von Mäusen und verzögert auch das Auftreten altersbedingter Erkrankungen wie Krebs. Bei Menschen gibt es bislang lediglich Hinweise darauf, dass eine kalorienarme Ernährung das Leben verlängern kann. Wissenschaftler erklären einen solchen vermuteten Zusammenhang damit, dass die Kalorienreduktion die Körperzellen vor oxidativem Stress schützt. Eine amerikanische Studie bestätigt nun, dass eine solche Ernährung in Muskelzellen den Schaden durch Oxidantien verringert.
Diese Oxidantien, zu denen auch Freie Radikale zählen, entstehen, wenn die Kraftwerke in den Körperzellen – die Mitochondrien – Nährstoffe zu Energie umwandeln. Die Forscher des Pennington Biomedical Research Center teilten nun 36 gesunde, etwas übergewichtige junge Menschen in drei Gruppen ein: 12 Teilnehmer bekamen ihre benötigte Kalorienmenge, die Energiezufuhr der übrigen 24 Personen wurde entweder durch Diät oder durch Diät und Sport um jeweils 25 Prozent reduziert.
Nach sechs Monaten fanden die Forscher Hinweise darauf, dass die verringerte Energiezufuhr die Funktion der Mitochondrien verbesserte. Zudem deutet die Analyse von Genen, die an der Bildung der Zellkraftwerke beteiligt sind, darauf hin, dass die Zahl der Mitochondrien in den Muskelzellen anstieg. Die Menge der für oxidativen Stress charakteristischen DNS-Schäden in den Zellen nahm dagegen bei diesen Teilnehmern ab. Die Forscher vermuten in der Online-Zeitschrift „PLoS Medicine“, dass selbst eine kurzzeitige Kalorienrestriktion die Gesundheit verbessern kann. Ob sich dies langfristig als lebensverlängernd auswirkt, muss aber noch untersucht werden.
(Quelle: „PLoS Medicine“, Vol. 4, e76) (AP)
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