Lima – Peru hat chronischer Unpünktlichkeit den Kampf angesagt: Bei Sirenengeheul und Glockengeläut stellten Einwohner in der Hauptstadt Lima am Donnerstagmittag um Punkt zwölf Uhr ihre Armbanduhren, um künftig Termine korrekt einzuhalten. Während Zuspätkommen in südamerikanischen Ländern oft als liebenswerte Gewohnheit gilt, spricht der peruanische Präsident Alan Garcia von einer „schrecklichen, fürchterlichen und schädlichen“ Marotte. Pünktlichkeit habe mit Respekt gegenüber anderen zu tun, und Zeit zu vertrödeln schade dem Land, betont der Staatschef. Sein Vorgänger Alejandro Toledo sah das noch anders: Zu Veranstaltungen kam er mitunter bis zu zwei Stunden zu spät und trudelte sogar zu Garcias Amtseinführung im vergangenen Juli mit 45 Minuten Verspätung ein, unbeeindruckt von den zahlreichen geladenen ausländischen Politikern.
(AP)
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