Aktuelle Nachrichten Europa – Kampf gegen Bienensterben wird intensiviert – DAPD
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Artenschutz Kampf gegen Bienensterben wird intensiviert

DAPD

14.01.2009

Bern – Im Kampf gegen das Bienensterben verschärft der Bundesrat die Massnahmen. Er hat an seiner Sitzung vom Mittwoch eine entsprechende Änderung der Tierseuchenverordnung beschlossen, wie das Volkswirtschaftsdepartement, EVD, mitteilte. Bei anderen Krankheiten werden die Massnahmen dagegen gelockert.

Die Sauerbrut bricht immer öfter in Bienenvölkern aus. Waren über Jahrzehnte hinweg noch jährlich wenige Dutzend Bestände betroffen, stiegen die Fallzahlen in den letzten Jahren nach Angaben des EVD dramatisch an. 2008 wurden über 500 Fälle registriert. Häufig sei die Krankheit trotz Bekämpfungsmassnahmen im Folgejahr wieder ausgebrochen, heisst es weiter.

Aus diesem Grund werden die Massnahmen nun verschärft. Ab März werden nicht mehr nur die betroffenen Bienenbestände gesperrt und saniert. Die Kantonstierärzte legen zudem ein Sperrgebiet von rund einem Kilometer Radius fest. Die Imker in diesem Gebiet dürfen weder Waben noch Bienen weitergeben und sämtliche Betriebe werden innerhalb von 30 Tagen nach Ausbruch auf Sauerbrut untersucht. Zudem finden weitere stichprobenartige Untersuchungen im folgenden Frühjahr statt.

Von Sauerbrut befallene Bienenlarven sterben in den Waben ab. Erwachsene Bienen kontaminieren sich und stecken durch Fütterung andere, gesunde Larven an. Wird ein geschwächtes Volk von einem anderen Bienenvolk ausgeraubt, führt dies zur schnellen Verbreitung des Bakteriums.

Mit der Veränderung der Tierseuchenverordnung werden zudem die Bekämpfungsmassnahmen bei anderen Tierkrankheiten gelockert, wie das EVD weiter schreibt. So etwa beim Rauschbrand bei Rindern, wo Halter ihre Tiere durch Impfungen gut selber schützen könnten. Eine Meldepflicht bleibe aber bestehen. Bei der Schafräude sei eine staatliche Bekämpfung nicht mehr nötig und beim bösartigen Katarrhalfieber, das Rinder befällt, mache ein allgemeines Bekämpfungsprogramm keinen Sinn mehr. Die Wiederkäuerkrankheit Coxiellose, die in Einzelfällen zu Aborten führt, soll künftig nur noch überwacht werden. (AP)

 

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