Frankfurt/Main – Das Bundeskartellamt hat das Verfahren gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen angeblich verbotener Absprachen beim Sponsoring eingestellt. Der DFB bestätigte am Donnerstag, dass dies Behörde mit einem Schreiben vom Montag mitgeteilt habe. Das Verfahren ist unabhängig vom derzeitigen Streit um die künftige Fernsehvermarktung der Fußball-Bundesliga.
Das Ordnungswidrigkeitsverfahren war im Februar eingeleitet worden. Im Zuge der Ermittlungen wurden die Geschäftsräume des DFB und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) durchsucht. Das Bundeskartellamt war dem Verdacht nachgegangen, dass DFB und DFL versucht haben, den Wettbewerb zwischen dem DFB und den Bundesligavereinen um Sponsorengelder auszuschalten. Mit dem Schreiben der Wettbewerbshüter sind diese Vorwürfe vom Tisch, wie der DFB erklärte.
„Über die weitere Vorgehensweise werden wir sehr sorgfältig auf der Sitzung des DFB-Präsidiums am morgigen Freitag beraten. Mit Sicherheit aber wird der DFB nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.
Der DFB hatte unter dem Eindruck der Durchsuchungen im Februar angekündigt, alle Facetten der Rechtmäßigkeit der Ermittlungsmaßnahme überprüfen zu lassen, insbesondere die Verhältnismäßigkeit der Durchsuchung. Auch Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die beteiligten Behörden hatte der Fußballverband in Erwägung gezogen. (AP)
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