Berlin – Katarina Witt wird im kommenden Jahr zum letzten Mal auf dem Eis zu sehen sein: Mit einer großen Tournee will sich die zweifache Olympiasiegerin im Frühjahr vom Eiskunstlauf verabschieden. „Es war mir wichtig, mich nach 35 Jahren Eislaufkarriere nicht einfach vom Eis zu schleichen“, sagte die 41-Jährige am Montag in Berlin.
„Dass meine Karriere so lange dauern würde, hätte ich mir selbst nie träumen lassen“, verriet die gebürtige Berlinerin, die seit vielen Jahren in Berlin lebt. „In den letzten Jahren ist bei mir jedoch der Gedanke gereift, dass es noch etwas anderes gibt als das Schlittschuh laufen.“ Trotzdem falle ihr der Abschied schwer. „Es ist nicht nicht so einfach, aber ich freue mich auch auf viele neue Dinge.“
Neben Fernsehprojekten und der Produktion von Eiskunstlauf-Shows will sich die Sportlerin künftig mehr Zeit für ihre Stiftung nehmen, mit der sie Projekte für behinderte Kinder unterstützt. Außerdem wolle sie um die Welt reisen, verriet die Eiskunstläuferin. „Aber ohne Schlittschuhe im Gepäck.“
Als Trainerin wolle sie keinesfalls arbeiten, sagte Witt. „Das ist ein wirklich schwerer Job. Außerdem stehe ich gerne im Rampenlicht – das gebe ich offen zu.“ Ein Comeback sei ebenfalls ausgeschlossen. „Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Für einen Eiskunstläufer ist das Haltbarkeitsdatum irgendwann abgelaufen.“ Auch privat werde man sie nicht häufig auf einer Eisbahn sehen, kündigte die vierfache Welt- und sechsfache Europameisterin an. „Schlittschuhlaufen war mein Beruf – das wird kein privates Vergnügen.“
Bis zu ihrer Abschiedstournee im Februar und März 2008 will Witt jedoch weiterhin täglich auf dem Eis trainieren. Sie wolle sich sportlich und glamourös vom Eis verabschieden und gemeinsam mit internationalen Stars des Eiskunstlaufs auf wichtige Stationen ihrer Karriere zurückblicken, verriet die Sportlerin. Die Tour startet am 16. Februar in Berlin und wird anschließend in Chemnitz, Riesa, Oberhausen, Magdeburg, Düsseldorf, Bremen und Hannover Station machen. Außerdem seien Auftritte in Moskau, St. Petersburg und den USA geplant, verriet Witt.
http://www.katarina-witt.de/ (AP)
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