Aktuelle Nachrichten – Europa
19.02.2009
Luzern/Solothurn/St. Gallen – In den katholischen Kantonen ist am Donnerstagmorgen wieder flächendeckend das Fasnachtsfieber ausgebrochen. Nach dem „Urknall“ legten in der Hochburg Luzern die Guggenmusigen los. In Solothurn war die „Chesslete“ im Gang, in St. Gallen sorgte die „Aaguggete“ für Stimmung.
Tausende warteten am Luzerner Schweizerhofquai um 05.00 Uhr bei kalten Temperaturen von fast minus sechs Grad auf den traditionellen „Urknall“ und die Ankunft des Nauens mit der Fritschi-Familie. Mit dabei war auch wieder Bruder Fritschi, Symbolfigur der Safran-Zunft. Er war letztes Jahr kurz vor der Fasnacht von der schönen Basilea verführt und nach Basel verschleppt worden. Im vergangenen September wurde er getreu der Chronik von Diebold Schilling von 1513 wieder an die Reuss zurückgeholt. Fasnachtskenner hofften, dass sich Bruder Fritschi nun wieder mehr um seine Frau, die Fritschene, kümmert. Viele fragen sich allerdings, was Bruder Fritschi in Basel zugestossen sein könnte, wartet doch die Safran-Zunft dieses Jahr mit dem Motto „Fritschis rosaroti Barbiewelt“ zum 50-Jahre-Jubiläum der weltberühmten Plastikpuppe auf. Am Nachmittag stand der grosse Fritschi-Umzug mit 37 offiziellen Nummern auf dem Programm, wo erneut Zehntausende Fasnachtsbegeisterte erwartet wurden.
In Solothurn fand frühmorgens die „Chesslete“ statt. Weisse Nachthemden und rote Halstücher flatterten durch die Stadt. Angeführt vom Oberchessler der Narrenzunft Honolulu ging es zum Friedhofsplatz. Danach gab es zum Aufwärmen Gratismehlsuppe. Am Nachmittag findet der traditionelle Kinderumzug statt.
In St. Gallen versammelten sich um 06.00 Uhr beim Denkmal des Stadtreformators Vadian wie jedes Jahr die Guggenmusigen zur traditionellen „Aguggete“. In Bellinzona wird König Rabadan am Donnerstagabend vom Stadtpräsidenten den Schlüssel der Stadt übernehmen. (AP)
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