Unternehmen – Kaufhof will 60 der 90 Karstadt-Häuser übernehmen – DAPD
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Neue Perspektive Kaufhof will 60 der 90 Karstadt-Häuser übernehmen

DAPD

03.06.2009

Kaufhof hat das Angebot bekräftigt, mit dem angeschlagenen Konkurrenten Karstadt zu einer Deutschen Warenhaus AG zu fusionieren. "Wir haben eine privatwirtschaftliche Loesung angeboten, dazu stehen wir", sagte Kaufhof-Vorstandschef Lovro Mandac am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. (AP Photo/Frank Augstein)
Kaufhof hat das Angebot bekräftigt, mit dem angeschlagenen Konkurrenten Karstadt zu einer Deutschen Warenhaus AG zu fusionieren. "Wir haben eine privatwirtschaftliche Loesung angeboten, dazu stehen wir", sagte Kaufhof-Vorstandschef Lovro Mandac am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. (AP Photo/Frank Augstein)

Berlin – Der Handelskonzern Metro hat sein Angebot zur Übernahme der Karstadt-Warenhäuser der angeschlagenen Arcandor konkretisiert. „Wir sind sicher, dass wir von den 90 Häusern 60 übernehmen und in unser Galeria-Kaufhof-Konzept integrieren können“, sagte Metro-Finanzvorstand Thomas Unger der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabmeldung. Damit würde der Konzern dem weit überwiegenden Teil der Beschäftigten eine gesicherte Zukunft geben.

„Wir planen keine Leichenfledderei und spekulieren auch nicht auf eine Insolvenz von Arcandor“, sagte Unger. Die rund 4.000 Mitarbeiter in den 30 zu schließenden Filialen würden nicht alle arbeitslos. „Es gibt Interesse einer ganzen Reihe von Handelsketten an den Häuern. Unsere eigene Elektronik-Handelskette Saturn gehört dazu. Sicherlich sind die Häuser auch für die großen Textilketten, Projektentwickler, vielleicht auch Einkaufscenterbetreiber interessant.“

In jeder neuen Form der Nutzung würden immer erfahrene Handelsmitarbeiter gebraucht, wurde Unger zitiert. Dies wäre eine Chance für frühere Karstadt-Beschäftigte. Nach seinen Worten könnte bereits Ende Juli das erste Gerüst einer angestrebten Deutschen Warenhaus AG aus Kaufhof und Karstadt stehen.

Unger: Verluste nicht sozialisieren

Die Ablehnung der Staatsbürgschaft durch die EU für Arcandor begrüßte der Finanzchef: „Das bestätigt unsere Position, dass man die Verluste von Arcandor nicht sozialisieren darf. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit die Risiken unternehmerischen Handelns aufgebürdet bekommt.“ Der Metro-Vorschlag hingegen stelle ein Rettungskonzept dar, das den Steuerzahler heraushalte und zukunftsfähige Strukturen für die Warenhäuser in Deutschland schaffe. (AP)

 

 

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