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Jakarta Kaum noch Hoffnung für knapp 250 Passagiere einer gekenterten Fähre

DAPD

12.01.2009

Ein indonesisches Paar im Spital mit den Fotos von ihren Angehörigen, in der Hoffnung, dass diese unter den Überlebenden des Fährunglücks sind. (AP Photo)
Ein indonesisches Paar im Spital mit den Fotos von ihren Angehörigen, in der Hoffnung, dass diese unter den Überlebenden des Fährunglücks sind. (AP Photo)

Jakarta – Einen Tag nach dem Untergang einer Fähre in Indonesien gab es am Montag kaum noch Hoffnung für rund 250 Vermisste. Schwerer Seegang machte einen Rettungseinsatz nahezu unmöglich. Nur 18 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Die indonesische Marine hat für den Rettungseinsatz drei Kriegsschiffe, Flugzeuge und einen Helikopter in die Region vor der Westküste der Insel Sulawesi verlegt. Zunächst konnten sie wegen stürmischer See aber weder Überlebende noch Leichen finden.

Die Fähre „Teratai Prima“ sank am Sonntag rund 50 Kilometer vor der Küste in einem Sturm, der nach Angaben Überlebender bis zu vier Meter hohe Wellen aufgetürmt hatte. An Bord waren etwa 250 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder. Verkehrsminister Jusman Syafi'i Djamal erklärte, die Fähre sei erst Anfang Dezember überprüft worden. Es habe keine Beanstandungen gegeben, technische Probleme schieden damit wahrscheinlich als Unfallursache aus. Es werde allerdings ermittelt, ob der Kapitän eine Schlechtwetterwarnung ignoriert habe.

Fähren gehören in Indonesien – einem Archipel von rund 17.000 Inseln – zu den wichtigsten Transportmitteln. Nichtbeachtung von Sicherheitsnormen und überfüllte Boote führen jedes Jahr zu Schiffsunglücken mit hunderten Toten. Im Dezember 2006 brach eine Fähre in einem heftigen Sturm vor Java auseinander, mehr als 400 Menschen kamen ums Leben. (AP)

 

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