Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
01.01.2010
Foto: Mike Frajese/Pixelio
Frankfurt/Main (APD) Eltern sollten sich beim Essen nicht auf Machtkämpfe mit ihren Kindern einlassen und besser mit gutem Beispiel vorangehen. „Falsch ist es, mit Nachspeisen oder Naschereien zu handeln, damit ein Kind zum Beispiel mehr Spinat isst. Denn dadurch fördern Eltern keinen gesunden Essensstil“, sagt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Kinder könnten den Eindruck gewinnen, dass Süßigkeiten wertvoller seien als das, was es zu den Mahlzeiten gibt.
Anstatt das Kind zu drängen, ein bestimmtes Nahrungsmittel zu essen, sollten Eltern gesunde Alternativen in kleinen Portionen anbieten. Vor allem, wenn die Eltern beim gemeinsamen Essen mit gutem Beispiel vorangehen, probiert ein Kind eher mal Obst und Gemüse, wie Niehaus sagt. Auch gesunde Mahlzeiten mit Gleichaltrigen fördern den „Nachahmungstrieb“.
„Kleinkinder haben wenig Möglichkeiten, etwas zu kontrollieren. Essen gehört zu den wenigen Dingen, wo sie selbst entscheiden können. Eltern sollten ihnen dabei einen angemessenen Freiraum geben, indem sie ihre Kinder zwischen gesundem Essen wählen lassen und ihnen erlauben, auch mal das Essen zu verweigern. Dadurch können Kinder ein gesundes Hunger- und Sättigungsgefühl entwickeln“, empfiehlt Niehaus.
Mit festen Zeiten für Mahlzeiten und Snacks lernen Kinder, bis zur nächsten Essenszeit abzuwarten und nicht ständig etwas in sich hineinzustopfen. Auch wenn sie zuvor Essen verweigert haben, wissen sie, wann sie wieder mit Nahrung rechnen können, sagt Niehaus. (AP)
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