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16.01.2012
Foto: Roger Littler/AP Photo
Was schenkt man einer Königin, die schon fast alles hat? Keine neue Jacht, wenn es nach der britischen Regierung geht. Ein Sprecher von Premierminister David Cameron sagte am Montag, es sei nicht angemessen, Steuergelder zu diesem Zweck zu verwenden. Eine neue Jacht, eine Nachfolgerin für die außer Dienst gestellte "Britannia", würde nach Schätzungen mindestens 60 Millionen Pfund (72 Millionen Euro) kosten.
Auslöser der Diskussion war Bildungsminister Michael Gove, der in einem Brief eine neue Jacht als Geschenk zum 60. Thronjubiläum der Queen vorschlug. Das Jubiläum biete die Gelegenheit, den "bedeutenden Beitrag" von Elizabeth II. zum "Leben der Nation und des Commonwealths" zu würdigen, hieß es darin. Der Inhalt des Briefes gelangte an die Öffentlichkeit und die Regierung erteilte dem Vorschlag rasch eine Absage.
"Ich glaube nicht, dass irgendjemand vorschlägt, dass dafür öffentliche Gelder verwendet werden sollten", sagte Regierungssprecher Steve Field. "Wir sind in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, die öffentlichen Finanzen sind knapp, darum glauben wir nicht, dass das gegenwärtig eine angemessene Verwendung öffentlichen Geldes wäre." Allerdings könne die Regierung bei der Suche nach privaten Sponsoren helfen.
Die königliche Familie hat seit 1997 keine eigene Jacht mehr, als die "Britannia" außer Dienst gestellt wurde. Königliche Beobachter merkten an, die Queen, die in ihrer langen Regentschaft nur selten Emotionen zeigte, habe bei der Stilllegung der "Britannia" eine Träne vergossen. Die "Britannia" liegt heute als Touristenattraktion in Edinburgh vor Anker.
Der Buckingham-Palast äußerte sich nicht zu dem Vorschlag des Bildungsministers.
(dapd)
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