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Frauenkirche Dresden Kerzen gegen das Vergessen

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14.02.2009

Die Frauenkirche in Dresden am 13. März 1967. Bei der Bombardierung durch die Alliierten am 13. und 14. Februar 1945 kamen schätzungsweise 25.000 Menschen ums Leben. (AP Photo)
Die Frauenkirche in Dresden am 13. März 1967. Bei der Bombardierung durch die Alliierten am 13. und 14. Februar 1945 kamen schätzungsweise 25.000 Menschen ums Leben. (AP Photo)
Adelheid Moeller stellt in Dresden nahe der Frauenkirche Kerzen auf. Anlässlich des 64. Jahrestages der Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe der Alliierten im Februar 1945 finden in Dresden Gedenkveranstaltungen statt. (AP Photo/Matthias Rietschel)
Adelheid Moeller stellt in Dresden nahe der Frauenkirche Kerzen auf. Anlässlich des 64. Jahrestages der Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe der Alliierten im Februar 1945 finden in Dresden Gedenkveranstaltungen statt. (AP Photo/Matthias Rietschel)

Dresden – Mit unzähligen Kerzen verteilt rund um die Frauenkirche hat Dresden der Opfer der Bombardierung der Stadt vor 64 Jahren gedacht. Es genüge nicht zu fragen, ob die Angriffe der Alliierten kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch nötig gewesen seien, sagte der frühere SPD-Chef Hans-Jochen Vogel bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Abend. „Erinnern sollten wir uns an die Ursachen.“ Den ganzen Tag über war an verschiedenen Plätzen der Stadt der Bombardierung gedacht worden, bei der am 13. und 14. Februar 1945 schätzungsweise 25.000 Menschen ums Leben kamen.

Unter dem Motto „Wahrhaftig erinnern – Versöhnt leben“ trafen sich am Abend laut Polizeiangaben etwa 2.500 Menschen an der Frauenkirche. Viele Menschen trugen eine weiße Rose am Revers, als Symbol des friedlichen Widerstandes. Denn seit Jahren versuchen Rechtsextremisten, die Angriffe der Alliierten auf Dresden in einen „Bomben-Holocaust“ umzudeuten.

„Es ist gut, dass viele Dresdner diesem 'Nie wieder' sichtbar Ausdruck verleihen“, sagte Vogel in seiner Rede und stellte die Versöhnung zwischen Deutschen, Briten und Amerikanern in den Mittelpunkt. An der Veranstaltung nahmen auch der Bischof und der Oberbürgermeister der englischen Stadt Coventry teil, die im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Bomber zerstört worden war.

Bereits am Morgen hatte Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) bei der feierlichen Kranzniederlegung den geplanten Aufmarsch der Rechtsextremen an diesem Wochenende scharf kritisiert: „Die Neonazis, die unsere Stadt heimsuchen (...) besudeln das Andenken an die Toten.“

Am Samstag werden bis zu 8.000 Neonazis bei einem Aufmarsch in der sächsischen Landeshauptstadt erwartet. Bereits am Freitagabend marschierten etwa 1.100 Rechtsradikale mit Fackeln durch die Innenstadt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Mehrere tausend Menschen wollen sich zu Kundgebungen und Demonstrationen gegen den Neonazi-Aufmarsch treffen. Aufgerufen hat dazu ein Bündnis aus Parteien und Gewerkschaften. Bei der Abschlusskundgebung werden unter anderem der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und DGB-Chef Michael Sommer als Redner erwartet. Bis Sonntag sind gut 20 Veranstaltungen in Dresden angemeldet. (AP)

 

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