Frankfurt/Main – Kinder und Jugendliche in Deutschland nehmen zu viel Salz zu sich. Bereits bei Kleinkindern sei die Zufuhr hoch, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aus Anlass des Welthypertonietages am kommenden Sonntag. Dadurch gewöhnten sie sich schon früh daran, viel Salz zu verzehren. Dies verstärke die Gefahr, einen erhöhten Blutdruck zu bekommen.
Hypertonie entsteht nach Angaben der Experten meist durch das Zusammenwirken von Erbanlagen, Alter, Geschlecht und Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Auch Personen mit erblicher Veranlagung könnten ihren Blutdruck senken, wenn sie Übergewicht, hohen Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Stress sowie bei Salzsensitivität einen hohen Kochsalzkonsum vermieden.
Um das Risiko für Bluthochdruck und Folgekrankheiten zu senken, sollte vom Kindesalter an wenig Salz verzehrt werden, betont die Fachgesellschaft. Sie rät Jugendlichen und Erwachsenen, insgesamt nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz pro Tag aufzunehmen. Lebensmittel mit geringem Kochsalzgehalt, die wichtig für eine dem Bluthochdruck vorbeugende Ernährung seien, seien Gemüse, Obst, Quark, Joghurt und frischer Fisch.
Selbst zubereitete Speisen sollten sparsam mit fluoridiertem Jodsalz und abwechslungsreich mit Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt werden. Viel Kochsalz stecke vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichten und -soßen, pikanten Snacks, Käse, Wurst und Brot, warnen die Experten.
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