Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
08.09.2010
Foto: Kraftprotz/Pixelio
Berlin (apn) Kinder sollten Allergie auslösende Lebensmittel möglichst früh konsumieren: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben in diesem Punkt bei Experten zu einem Umdenken geführt, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mitteilt. „Bisher ging man davon aus, dass Eltern ihre Kinder in den ersten Jahren vor Nahrungsmitteln, die häufig Allergien auslösen, bewahren und mit der Beikost spät anfangen sollten“, erklärt die Thüringer Kinderärztin Monika Niehaus.
Inzwischen gelte, dass bei Kindern ohne Allergiker in der nahen Verwandtschaft Allergene früh eingeführt werden sollten, um eine Toleranz zu erreichen. „Beikost kann demnach ab Beginn des fünften Lebensmonats eingeführt werden“, betont Niehaus. Eine besondere Stellung bei den Lebensmitteln, die oft Allergien auslösen, spielt Fisch. Er hat nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sogar die Fähigkeit, die Entstehung von Allergien zu reduzieren. „Isst eine werdende Mutter reichlich Fisch oder erhält ein Kind im ersten Lebensjahr davon, senkt dies das Risiko für die Bildung von Allergien“, sagt Niehaus.
(Quelle: Schäfer, T.: Neue S3-Leitlinie Allergie-Prävention. Mehr Fisch auf den Tisch und andere neue Erkenntnisse. Hautnah dermatologie 3, 140, 2010) (AP)
www.kinderaerzte-im-netz.de
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Urlaubsverlängerung auf dem Teller
(23.08.2010)
Vielen Grundschülern droht Ambrosia-Allergie
(17.07.2009)
Rote Augen können bei Kindern auf Allergie hinweisen
(20.05.2009)
Seelische Verwahrlosung – die hilflose Eltern-Generation
(21.04.2008)