Klima – Klimaschutz soll für ältere Kraftwerke teurer werden – DAPD
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Klimaschutz soll für ältere Kraftwerke teurer werden

DAPD

06.04.2007

München – Die Bundesregierung will offenbar den Druck auf die Stromkonzerne erhöhen, ihre Kraftwerke zu modernisieren. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ ist der Streit zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium beigelegt. Die Regierung habe sich auf neue Regeln für den Emissionshandel verständigt, berichtete die Zeitung am Freitag vorab. Danach würde der Klimaschutz vor allem für Braunkohlemeiler und ältere Kraftwerke erheblich teurer, hieß es. Dies solle zum Bau klimafreundlicher Anlagen reizen.

Maßstab soll die modernste Technik werden. Vorgesehen ist dem Bericht zufolge, dass ein Steinkohlekraftwerk 750 Gramm Kohlendioxid je Kilowattstunde ausstoßen darf und ein Gaskraftwerk 365 Gramm. Wenn ein älteres Kraftwerk mehr Emissionen verursacht, muss entweder dessen Leistung gedrosselt oder Emissionsrechte zugekauft werden. Über einen „Effizienzfaktor“ sollen ältere Kraftwerke noch zusätzlich draufzahlen müssen, berichtet die „Süddeutsche“: Je weniger effizient die Anlage produziert, desto teurer soll der Klimaschutz für sie werden.

Braunkohlekraftwerke erhalten dem Bericht zufolge zehn Prozent mehr Emissionsrechte als vergleichbare Steinkohlekraftwerke, damit aber immer noch weit weniger, als sie im normalen Betrieb bräuchten. Dagegen sollen neue Kraftwerke von weiteren Minderungen verschont bleiben. Hocheffiziente Kraftwerke, die Wärme und Strom erzeugen, erhalten Extra-Rechte.

Die Neuregelung war nötig geworden, nachdem die EU-Kommission die deutschen Pläne für den Emissionshandel verworfen hatte. Umstritten war bis zuletzt, inwieweit die besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke bei der Vergabe der Emissionsrechte berücksichtigt werden sollten. (AP)

 

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