Aktuelle Nachrichten – Deutschland
06.08.2006
München - Die beiden vergangene Woche in Regionalzügen entdeckten Kofferbomben hätten laut einem Magazinbericht bei einer Explosion verheerenden Schaden angerichtet. Wie der «Focus» am Wochenende unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, ermittelten Kriminaltechniker bei den in Dortmund und Koblenz gefundenen Sprengsätzen einen Wirkungsradius von 100 Metern. Außerdem wären die beiden Züge dem Bericht zufolge entgleist.
Unterdessen habe eine mit 200 Spezialisten besetzte Abteilung des Bundesamts für Verfassungsschutz überprüft, ob in den Orten entlang der beiden Bahnstrecken islamistische Terrorgruppen aktiv seien. Die Untersuchung blieb laut «Focus» aber erfolglos. Wie das Magazin weiter berichtet, geht der Dortmunder Staatsschutz inzwischen von einer Tat der allgemeinen Kriminalität aus. Die Bundesanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Als erstes Bundesland zieht Hamburg nach den Bombenfunden Konsequenzen und kündigte eine Ausweitung der Videoüberwachung auch auf Straßen und öffentlichen Plätzen an. Der parteilose Innensenator Udo Nagel sprach in der «Welt am Sonntag» von einem erfolgreichen Hilfsinstrument zur Vorbeugung und Aufklärung von Straftaten und verwies auf positive Erfahrungen damit in St. Pauli. Auch die Innenminister von Baden-Württemberg und Brandenburg sprachen sich für eine stärkere Nutzung der Videoüberwachung insbesondere auch an Bahnhöfen aus.
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Debatte um Sicherheit bei der Bahn
(03.08.2006)
Ermittler suchen fieberhaft nach Bombenlegern
(02.08.2006)