Aktuelle Nachrichten Europa – Kompaniekommandant rund um die Uhr bewacht – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Europa

Bootsunfall Kompaniekommandant rund um die Uhr bewacht

DAPD

22.06.2008

Bern/Zürich/Wimmis – Die Militärpolizei bewacht den Kompaniekommandanten, der die verhängnisvolle Bootsfahrt mit fünf Toten organisiert hat, rund um die Uhr. Bei einer Hausdurchsuchung an seinem Wohnort wurden Dokumente sicher gestellt. Die Suche nach dem vermissten Militärangehörigen wurde auch am Sonntag vorerst erfolglos fortgesetzt.

Der Kompaniekommandant wird 24 Stunden am Tag überwacht, sagte die Sprecherin der Militärjustiz, Silvia Schenker, am Sonntag zu einem Bericht des „SonntagsBlicks“. Es handle sich dabei um eine Ersatzmassnahme für die Untersuchungshaft, sagte sie. Dies sei möglich, solange der Kompaniekommandant noch im Militärdienst sei. In diesem Fall könne auf militärische Mittel zurückgegriffen werden. Grund für die Überwachung sei Kollusionsgefahr. Dem Kompaniekommandant werde auch jeglicher unkontrollierte Kontakt mit anderen Personen verunmöglicht.

Eine Spezialeinheit der Militärpolizei, die den Mann bewacht, hat ihn am vergangenen Donnerstag auch zu seinem Wohnort im Kanton Zürich begleitet, wo eine Hausdurchsuchung stattfand. Diese erfolgte durch den kriminalpolizeilichen Teil der Militärpolizei. Dabei seien Dokumente und Unterlagen zum Wiederholungskurs 2008 sicher gestellt worden, sagte Schenker weite. Andere strafrechtlich relevante Unterlagen seien keine gefunden worden. Der Verdächtige ist bei einer Hausdurchsuchung immer dabei, sofern es sein Gesundheitszustand erlaubt. Der Kompaniekommandant war nach dem Bootsunfall im Spital am Kiefer operiert worden.

Die Suche nach dem letzten Vermissten des Bootsunfalls wurde auch am Wochenende vorerst erfolglos fortgesetzt. Rund 60 Militärpolizisten, Angehörige des Katastrophenhilfe Bereitschaftsverbandes und der Genie- und Rettungstruppen standen im Einsatz. Die hohen Temperaturen führten zu einer stärkeren Schneeschmelze und damit zu höheren Pegelständen in der Kander, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Die Suche konzentrierte sich aus Sicherheitsgründen auf die Kandermündung und das angrenzende See- und Ufergebiet. Dabei werden laut VBS auch zwei Leichensuchhunde eingesetzt. Für die Oberflächensuche auf dem See stehen weiterhin Tag und Nacht Armeeboote im Einsatz. Anfang kommender Woche soll gemeinsam mit den Spezialisten der Seepolizei über eine Anpassung der Suchmethode und den weiteren Verlauf der Suche entschieden werden.

Zehn Kaderleute der Lufttransport-Sicherungskompanie 3 waren am 12. Juni beim Kentern zweier Schlauchboote in die Kander gestürzt. Vier Offiziere wurden tot geborgen und fünf verletzt, einer wird noch vermisst. (AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige