Wohnen - Aktuelle Nachrichten – Kosten fürs Häuslebauen sinken Erste Zusammenfassung – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Wohnen

Kosten fürs Häuslebauen sinken Erste Zusammenfassung

DAPD

04.09.2006

Berlin - Wer sich den Traum vom eigenen Häuschen erfüllen will, muss dafür nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen wie noch vor zehn Jahren. Die Baukosten in Deutschland sind laut einer am Montag vorgelegten Studie der Landesbausparkassen (LBS) seit Mitte der 90er Jahre spürbar zurückgegangen. In Ostdeutschland liegen sie inzwischen bei Reihen- und Doppelhäusern im Durchschnitt sogar unter der «magischen» Grenze von 1.000 Euro pro Quadratmeter. «Deutschland legt das Image des teuren Wohnungsbaulandes immer mehr ab», erklärten die LBS-Experten.

Im Vergleich zu 1995 liegen die veranschlagten Kosten für das Bauwerk bei Einfamilienhäusern pro Quadratmeter im Jahr 2004 um 7,3 Prozent niedriger, wie der LBS-Infodienst Wohnungsmarkt unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes meldete. Nach Auskunft von LBS Research hat sich dieser Trend im vergangenen Jahr mit minus 1 Prozent fortgesetzt.

Der Trend zum kostengünstigen Bauen sei in den neuen Ländern stärker ausgeprägt als im Westen, erklärten die Wohnungsmarktbeobachter. In Ostdeutschland koste ein Quadratmeter bei Reihenhäusern 920 Euro und bei Doppelhäusern 998 Euro.

Allerdings habe laut Statistik die Bedeutung dieser Bauformen im Laufe des letzten Jahrzehnts abgenommen, berichtete der Infodienst weiter. Nur noch 5 Prozent der Einfamilienhäuser in den neuen Ländern wurden demnach 2004 in der Reihe errichtet (nach 16 Prozent im Jahr 1995), 8 Prozent statt vorher 15 Prozent in Doppelhäusern. Nach Angaben von LBS Research haben vor allem «relativ großzügige Grundstücksangebote und bezahlbare Baulandpreise» den Anteil der frei stehenden Einfamilienhäuser in den neuen Ländern gleichzeitig von 69 auf über 84 Prozent ansteigen lassen. Insgesamt sind Reihenhäuser 14 Prozent günstiger als Einzelhäusern.

Im Westen liegt der Anteil der Einzelhäuser als der mit Abstand beliebtesten Bauform laut LBS vergleichsweise stabil bei rund 65 Prozent. Unverändert rund 14 Prozent der Häuslebauer setzten im alten Bundesgebiet aufs Reihenhaus. Vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen sind nach Einschätzung der LBS-Experten diese Objekte neben Eigentumswohnungen eine kostengünstige Alternative.

Deutlich ist das West-Ost-Gefälle bei den Baukosten, denn der Quadratmeter Reihenhaus ist in den alten Ländern im statistischen Durchschnitt immer noch 22 Prozent teurer als in den neuen. Zugleich werden laut Statistik bei Reiheneigenheimen und Doppelhäusern die geringsten Wohnflächen realisiert. «Mit der Kombination aus Kosten- und Flächensparen ist das Geheimnis der Bezahlbarkeit dieser Objekttypen im Vergleich zu frei stehenden Häusern zu erklären», erklärten die LBS-Experten. Reihenhäuser zum Beispiel kosteten im Osten 105.000 Euro (gegenüber 133.000 Euro bei frei stehenden Häusern). Im Westen mache der Vorsprung des Reiheneigenheims mit 142.000 Euro - gegenüber 194.000 Euro im frei stehenden Haus - sogar über 50.000 Euro aus, also mehr als ein Viertel.

(AP)

 

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