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Expertin Krankenhausbesucher sind Gefahrenquelle für Frühchen

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01.11.2012

Expertin: Krankenhausbesucher sind Gefahrenquelle für Frühchen Foto: ddp images / dapd/dapd
Expertin: Krankenhausbesucher sind Gefahrenquelle für Frühchen

Foto: ddp images / dapd/dapd

Hamburg – Die für den Tod von Säuglingen auf Frühchenstationen in Berlin und Bremen verantwortlichen Krankheitserreger lassen sich nach Ansicht der Gesundheitsexpertin Susanne Huggett in Krankenhäusern nie völlig ausschließen. "Aufgrund ihrer Abwehrschwäche sind Frühgeborene im hohen Maß gefährdet durch Erreger, die in ihrer unmittelbaren Umgebung vorkommen und grundsätzlich nicht zu vermeiden sind", sagte die Leiterin der Asklepios Medilys GmbH, eines der größten Kliniklabore in Europa, der dapd in Hamburg. Erreger würden häufig durch Klinikbesucher in Krankenhäuser geschleppt.

Darauf wollen die Asklepios-Kliniken in Hamburg am Freitag (2. November) mit einem Aktionstag aufmerksam machen. "Der Aktionstag richtet sich schwerpunktmäßig an Klinikbesucher, denn diese sind eine besondere Gefahrenquelle im Krankenhaus. Die Öffentlichkeit unterschätzt das bis heute", sagte Huggett. Ganz besonders wichtig sei das Desinfizieren der Hände.

Frühchen generell gefährdet

Hugget versichterte zugleich, dass die Stationen in den Asklepios-Kliniken mindestens täglich auf gefährliche Erreger kontrolliert würden. Infektionen seien zudem eine sehr seltene Todesursache bei Frühgeborenen, sagte sie. Größer sei die Gefahr durch Erkrankungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Geburt.

Frühchen seien generell sehr gefährdet. Oft würden sie unter 500 Gramm wiegen und lägen viele Wochen im Intensivbereich, wo sie auch ohne Komplikationen durch Keime sterben könnten, sagte Huggett. Auf den Stationen arbeiteten deshalb nur besonders geschulte Mitarbeiter: "Sie kennen die Risiken ihrer kleinen Patienten und halten die sehr strengen Hygienerichtlinien konsequent ein."

dapd

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