Sport News - Aktuelle Sport Nachrichten – Krawalle von Fußballfans in Hamburg – DAPD
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Fans von Rostock und St. Pauli Krawalle von Fußballfans in Hamburg

DAPD

07.03.2009

Hamburg – Trotz eines großen Polizeiaufgebots ist es am Freitagabend zu Krawallen der verfeindeten Fußballfans beim Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock gekommen. Nach Polizeiangaben wurden ein Beamter schwer verletzt; eine Polizistin erlitt beim Angriff eines Hooligans Verletzungen am Hals, und ein Passant wurde von einem Wurfgeschoss getroffen. Die Polizei setzte mehrere Male Wasserwerfer gegen die Angreifer ein. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen, und zehn kamen in Polizeigewahrsam.

Schon vor Beginn des Spiels im Millerntor-Stadion war ein Polizeiaufgebot von 1.357 Beamten im Einsatz, weil es zwischen den verfeindeten Fangruppen schon früher Ausschreitungen gegeben hatte. Die Anhänger des Hamburger Fußballclubs gelten als politisch links, die der Rostocker Mannschaft als rechts.

Ein St.-Pauli-Anhänger bedrohte einen Rostocker Fan mit einer Gaswaffe und wurde vorläufig festgenommen. Ausschreitungen gab es am frühen Abend am Stadion, wo sich 200 Rostocker ohne Eintrittskarten versammelt hatten. Sie bewarfen Polizeikräfte massiv mit Flaschen. Ein Angreifer versuchte einer Polizistin den Helm vom Kopf zu reißen. Mit Quetschungen am Hals musste die Polizeibeamtin ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Spiel-Ende zündeten Fußballfans Knallkörper und griffen Polizisten mit Stein- und Flaschenwürfen an, wie die Polizei weiter berichtete. Deswegen seien mehrmals Wasserwerfer eingesetzt worden. Danach versammelten sich laut Polizei bis zu 1.000 St.-Pauli-Anhänger und „linkes Klientel“ und griffen Polizeikräfte mit Steinen, Flaschen und zertrümmerten Gehwegplatten an. Ein unbeteiligter Passant wurde am Kopf verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Ein 23-jähriger Polizeimeister aus Schleswig-Holstein wurde durch einen Flaschenwurf schwer verletzt und musste von einem Notarzt vor Ort versorgt werden. Durch Glasscherben erlitt er Arterien-, Sehnen- und Muskeldurchtrennungen am Bein. Gegen 22.00 Uhr hatte sich die Lage beruhigt. (AP)

 

 

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