Technik - Aktuelle Nachrichten – Krisenbranche Auto trifft sich zur größten Schau der Welt – Joachim Sondermann
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100 Weltneuheiten auf der IAA Krisenbranche Auto trifft sich zur größten Schau der Welt

Joachim Sondermann

14.09.2009

Vorbereitung für die IAA: Ein Smart electric drive hängt an einer Säule auf dem Messegelände der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main, Hessen. Am Dienstag werden auf der IAA die Weltneuheiten präsentiert, für das Publikum öffnet die IAA vom 17.-27. September ihre Pforten. (AP Photo/Michael Probst)
Vorbereitung für die IAA: Ein Smart electric drive hängt an einer Säule auf dem Messegelände der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main, Hessen. Am Dienstag werden auf der IAA die Weltneuheiten präsentiert, für das Publikum öffnet die IAA vom 17.-27. September ihre Pforten. (AP Photo/Michael Probst)

Frankfurt/Main – In der Krise will die schwer getroffene Autobranche durch Neuheiten glänzen. Genau 100 Weltpremieren stehen auf dem Programm der größten Autoschau der Welt, der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Wie der Präsident des veranstaltenden Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Montag sagte, haben Autohersteller in den letzten beiden Wochen überraschend noch fast 20 weitere Neuvorstellungen angekündigt.

Die IAA unter dem Motto „Erleben, was bewegt“ wird nach zwei Fachbesuchertagen am Donnerstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell eröffnet. Bis 27. September kann die Öffentlichkeit dann bestaunen, was die Hersteller an aktuellen Modellen, aber auch an Visionen zu bieten haben. Viele Modelle zukunftsweisender und spritsparender Fahrzeuge stehen allerdings nur als Konzeptfahrzeuge oder Studien an den Ständen. Bis sie beim Händler landen, wird es noch einige Zeit dauern.

Ein besonderes Augenmerk dürfte in diesem Jahr auf Elektroautos liegen, wobei freilich die Aussagen weit auseinandergehen, wie schnell sich derartige Fahrzeuge etablieren könnten. Wissmann wies darauf hin, dass einzelne Hersteller bereits Kleinserien von Elektroautos auflegten. Bis freilich reine Elektroautos in größeren Stückzahlen auftauchen, dürfte es allerdings noch dauern. „Es braucht seine Zeit“, erklärt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. „Aber die IAA ist ein Zeichen für den Aufbruch in die neue Zeit.“

Deutsche Autobauer „Weltmarktführer der Innovation“

Wissmann unterstrich, dass die IAA im Krisenjahr bei der Zahl der Neuheiten sogar die Rekord-IAA von 2007 noch um 14 Prozent übertreffe. Damit werde sichtbar, wie die Unternehmen aus der Krise herausfahren wollten: „Mit noch stärkeren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen, mit noch attraktiveren Produkten.“ Allein von deutschen Herstellern kämen 55 Weltpremieren. Viele dieser Fahrzeuge zeichneten sich durch einen überraschend niedrigen Kraftstoffverbrauch und folglich eine erstaunlich geringe CO2-Emission aus.

Die deutschen Autobauer wollten „ihre Rolle als Weltmarktführer der Innovation halten und ausbauen“, betonte Wissmann. Das gelte auch für die Elektrifizierung des Antriebsstranges der Fahrzeuge bis hin zum Elektroauto.

Kleiner als sonst

Die 63. IAA fällt kleiner aus als sonst. Nach letzten Angaben des VDA haben sich 781 Aussteller aus 30 Ländern angemeldet, fast 28 Prozent weniger als 2007. Die Zahl der Hersteller liegt 7 Prozent niedriger bei 62 Firmen. Bekannte Marken wie Mitsubishi, Nissan, Honda und Cadillac wird der IAA-Besucher vergeblich suchen. Die Ausstellungsfläche schrumpft auf etwa 190.000 Quadratmeter, rund 15 Prozent weniger als bei der letzten IAA.

Bescheiden gibt sich der VDA bei der erwarteten Besucherzahl. „Wir gehen von 750.000 Besuchern aus“, sagte Wissmann. 2007 waren es mehr als 970.000 Interessenten. „Eine Messe in einer solch kritischen Zeit haben wir lange nicht gehabt“, meinte der VDA-Präsident. Aber das angekündigte Innovationsfeuerwerk weise auch Wege aus der Krise. (AP)

 

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