China News - Menschenrechte – Kritik an China: Von der Außenpolitik bis zur Religionsfreiheit – Überblick über die Kernpunkte
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Kritik an China: Von der Außenpolitik bis zur Religionsfreiheit

Überblick über die Kernpunkte

06.06.2008

Peking – China wird vor dem Hintergrund der Olympischen Sommerspiele in Peking mit einer Reihe von Vorwürfen konfrontiert. Im folgenden ein Überblick über die Kernpunkte der Kritik:

- Menschenrechte: Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International haben Regierungen, Olympia-Sponsoren und Bürger dazu aufgerufen, Druck auf China zur Freilassung politischer Gefangene auszuüben. Zuletzt geriet Peking wegen seines Vorgehens in Tibet international in die Kritik.

- Außenpolitik: Peking wird vorgeworfen, die sudanesische Regierung zu stützen und damit den Völkermord in der Krisenprovinz Darfur billigend in Kauf zu nehmen. Das energiehungrige China kauft zwei Drittel der sudanesischen Ölexporte auf. Dafür liefert Peking Waffen und verteidigt die Regierung in Khartum im Sicherheitsrat.

- Religionsfreiheit: Die dem Atheismus verpflichtete kommunistische Regierung kontrolliert alle religiösen Aktivitäten mit eiserner Hand. Es gibt Berichte, dass sie versucht, vor den Spielen im Verborgen wirkende christliche Missionare aufzuspüren. Evangelikale Gruppen haben bereits Aktionen in Peking angekündigt. Auch mit Protesten der verbotenen Meditationsbewegung Falun Gong wird gerechnet.

- Pressefreiheit: Die staatlichen Medien werden von der Regierung am Gängelband geführt. Nach Ansicht von Presserechtsorganisationen sitzen in keinem Land der Erde so viele Journalisten im Gefängnis wie in China. Peking hat den Medien für die Zeit der Spiele volle Freiheit in Aussicht gestellt und für ausländische Korrespondenten einige Beschränkungen gelockert. Reporter und Beobachter werfen der chinesischen Regierung aber vor, ihre Versprechen bislang nicht eingehalten zu haben.

- Umweltverschmutzung: Ausländischen Sportlern wurde wegen der katastrophalen Luftverschmutzung in Peking von einigen Verbänden geraten, erst spät zu den Olympischen Spielen anzureisen und nicht länger als notwendig zu bleiben. Großbritannien, die USA und andere Länder denken darüber nach, ihre Athleten mit Atemmasken auszurüsten. IOC-Präsident Jacques Rogge hat sogar gewarnt, dass einige Wettkämpfe verschoben werden könnten. Der Weltklasse-Langstreckenläufer Haile Gebrselassie denkt darüber nach, ganz auf einen Start beim Marathonlauf zu verzichten. (AP)

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