Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
02.08.2007
Peking – Ein Jahr vor den Olympischen Spielen setzt die chinesische Regierung nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Menschenrechtsaktivisten und Journalisten verstärkt unter Druck. China habe sein Versprechen, als Gastgeber des internationalen Sportevents auch innenpolitisch mehr Toleranz zuzulassen, nicht gehalten, erklärte die Organisation am Donnerstag in Peking. Die Regierung habe zuletzt besonders stark gegen Andersdenkende durchgegriffen.
„Die Regierung scheint vor Bürgern Angst zu haben, die frei über politische und soziale Probleme sprechen“, erklärte der Asien-Direktor von Human Rights Watch, Brad Adams. Obwohl ausländische Journalisten mittlerweile etwas mehr Freiheit genössen, sei Peking in den letzten Monaten scharf gegen zu frei denkende chinesische Journalisten vorgegangen. Unabhängige und auch nur ansatzweise kritische Berichte würden unterdrückt.
China hatte bei der Vergabe der Olympischen Spiele im Jahr 2001 zugesagt, die Pressefreiheit zu stärken und die Menschenrechtssituation zu verbessern. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärte am Donnerstag, dass die Spiele insgesamt sicher einen positiven Einfluss auf die politische Situation haben würden. Es wäre „voreilig, jetzt schon zu sagen, dass China seine Versprechen nicht erfüllt“, hieß es.
Die Olympischen Spiele beginnen am 8. August 2008. China erhofft sich von der Veranstaltung auch eine Verbesserung seines politischen Ansehens in der Welt. (AP)