Aktuelle Nachrichten Europa – Kunde zeigt UBS wegen Angeboten zur Steuerhinterziehung an – DAPD
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Deutscher Großunternehmer fühlt sich betrogen Kunde zeigt UBS wegen Angeboten zur Steuerhinterziehung an

DAPD

13.02.2010

Frankfurt/Main (apn) Unter anderem wegen Angeboten zur Steuerhinterziehung hat ein deutscher Unternehmer die Schweizer Bank UBS angezeigt. Die Hauptvorwürfe der Strafanzeige lauteten Betrug, Untreue und versuchte Nötigung, schreibt die „Frankfurter Rundschau“. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte laut der Zeitung den Eingang der Anzeige.

Die Offerte zur Steuerhinterziehung habe den Unternehmer, der seinen Namen nicht nennen wolle, nach einem Umzug zurück nach Deutschland erreicht, schreibt die Zeitung und zitiert aus einem Schreiben der Bank: „Es besteht das Risiko, dass Sie in Deutschland (einen) Steuerwohnsitz begründet haben.“ Es sei „sehr rasches Handeln nötig“, sonst drohe „unbeschränkte Steuerpflicht“ in Deutschland.

Die Bank habe eine „Wohnsitznahme in der Schweiz“ vorgeschlagen und für den Unternehmer in Zürich eine Dreizimmerwohnung angemietet. Auch habe sie eine Aufenthaltsbewilligung eingeholt und Pauschalbesteuerung in der Schweiz beantragt, heißt es in dem Bericht.

„Mein Mandant wollte niemals in die Schweiz ziehen“, wird der Anwalt des Unternehmers zitiert, Johannes Fiala. „Die UBS hat ihn in die Irre geleitet – wir haben den Verdacht, dass die UBS Täter bei dieser versuchten Steuerhinterziehung ist.“ Nachdem es zum Konflikt mit der Bank gekommen war, habe der Unternehmer seine Steuern in Deutschland nacherklärt, bis zu 40 Millionen Euro werde er laut Schätzungen zahlen müssen.

Nur Beratungsvertrag mit der UBS

„Die Bank hat das Depot ohne Wissen des Kunden in eine Art Hedgefonds verwandelt“, berichtete der Anwalt zudem. Der Unternehmer, dessen Vermögen bei der UBS vor zwei Jahren noch rund 50 Millionen Euro betragen habe, habe dabei erhebliche Mengen Geldes verloren und schulde der Bank heute angeblich rund sieben Millionen Euro, heißt es in dem Bericht. Dabei habe es nur einen Beratungsvertrag mit der UBS gegeben.

Fiala berichtete von weiteren UBS-Kunden, denen es ähnlich ergangen sei. „Ich hätte niemals gedacht, dass die UBS eine Spielhölle ist“, wird der deutsche Multimillionär zitiert.

Die Bank erklärte laut dem Bericht, eine interne Untersuchung zu den Vorwürfen eingeleitet zu haben. Sollten sich diese erhärten, werde man „Maßnahmen ergreifen“, zitiert die Zeitung aus der UBS-Erklärung. Die Forderung des Unternehmers nach Ausgleich seiner Anlageverluste lehne das Institut ab. (AP)

 

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