Aktuelle Nachrichten – Kultur
29.08.2012
Foto: ddp images / dapd/dapd
Düsseldorf – Die Kunstsammlung NRW besinnt sich mit der Ausstellung "100 Mal Paul Klee. Geschichte der Bilder" ab dem 29. September auf ihre Anfänge. "Wir haben immer gesagt, die Kunstsammlung beginnt chronologisch mit Klee", sagte Kuratorin Anette Kruszynski in einem dapd-Interview. Seit dem Bau des Museums im Jahr 1986 sei die Kollektion mit hundert Werken des Malers jedoch nie vollständig gezeigt worden.
"Klee hat mit Papier, Karton, Pappe, Tüll und Zeitungen gearbeitet", sagte Kruszynski. Darüber hinaus sei durch die Vorbereitungen zur Ausstellung bekannt geworden, dass er auch Gemälde-Rückseiten bemalte. "Von den Düsseldorfer Werken wusste man das bislang nicht", sagte die Kuratorin und fügte hinzu: "Klee war ein Künstler, der seine Arbeit als ein Objekt betrachtete, von allen Seiten den Inhalt verfertigte."
NRW nutzte Klee-Sammlung als "Kulturbotschafter"
Die Ausstellung im K21 Ständehaus in Düsseldorf endet am 10. Februar 2013. Die Düsseldorfer Sammlung mit Werken Paul Klees (1879-1940) zählt nach Angaben des Museums zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland. Klee gilt als "Freidenker" und einer der bedeutendsten Maler der klassischen Moderne.
NRW hatte die Klee-Sammlung mit damals 88 Werken im Jahr 1960 von dem US-amerikanischen Industriellen G. David Thompson gekauft und danach die Kunstsammlung gegründet. "Damals gab es einen ziemlichen Streit", betonte Kruszynski. Viele Bürger hätten nicht verstanden, warum wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sechs Millionen D-Mark für Kunst ausgegeben würden, anstatt für Kindergärten und Schulen.
Die Sammlung dennoch zu erwerben, bezeichnet Kruszynski einen "grandiosen Schachzug". Ab Mitte der Sechziger sei diese als "Kulturbotschafter" zur Resozialisierung Deutschlands im Ausland eingesetzt worden.
( http://www.kunstsammlung.de/ )
dapd
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