Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
15.01.2010
Rüsselsheim (apn) Der Autobauer Opel drosselt die Produktion und schickt zeitweise rund 12.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Maßnahme gilt zunächst im Januar und Februar und habe an verschiedenen Standorten unterschiedliche Gründe, sagte Unternehmenssprecher Ulrich Weber der Nachrichtenagentur DAPD am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“.
Am Stammsitz Rüsselsheim gibt es nach Angaben des Sprechers für 3.000 der 14.000 Beschäftigten an drei Tagen im Januar und vier Tagen im Februar Kurzarbeit. Grund sei dort die Pleite des Herstellers Saab, ebenfalls eine Tochter von General Motors (GM). Ursprünglich hätte Anfang des Jahres ein Saab-Modell in Rüsselsheim gebaut werden sollen. „Wir haben dieses Volumen einfach nicht“, sagte Weber. Von März an werde in Rüsselsheim aber der Buick Regal für GM gebaut, dann könne das Werk wieder ausgelastet werden.
An den Standorten in Bochum, Eisenach und Kaiserslautern ist laut Weber die allgemeine Nachfrageschwäche auf dem Automarkt der Grund für die Kurzarbeit. Auch im Jahr 2009 habe es schon an einigen Standorten Kurzarbeit gegeben, sagte der Sprecher weiter. „Das ist keine große Veränderung zu dem, was wir hatten.“ Er wies darauf hin, dass Kurzarbeit nicht nur Opel betrifft, sondern viele Hersteller in der Autobranche, die besonders unter der Krise leidet. (AP)
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