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Aktuelle Nachrichten – Gesundheit

Schlaf und Insulinresistenz Kurzer Nachtschlaf erhöht Risiko für Typ 2 Diabetes

DAPD

20.04.2011

Zu wenig Schlaf erhöht das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Studien deuten zudem darauf hin, dass die Nachtruhe den Stoffwechsel unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Gewicht oder Ernährung beeinflusst. Damit spiele Schlaf eine wichtige Rolle bei der Prävention von Diabetes 2, betont die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG).

"Unsere Daten zeigen, dass eine kurze nächtliche Schlafdauer und Schlafstörungen ein Risiko darstellen", sagt Sebastian Schmid vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Schon weniger als 4,5 Stunden ungestörter Nachtruhe machen sich unangenehm bemerkbar: Der Schlafmangel erzeugt Hunger, mindert den Bewegungsdrang und senkt die Empfindlichkeit der Zellen für das Blutzucker senkende Hormon Insulin. Daher steigt nach kurzem Schlaf die Insulinresistenz, die als Vorstufe von Diabetes 2 gilt. Die Gründe für diese Zusammenhänge sind noch nicht vollständig erforscht.

In Deutschland sind mehr als acht Millionen Menschen zuckerkrank. Mehr als 90 Prozent davon haben Diabetes. "Zur Schlafhygiene gehört ein ausreichender, aber auch nicht zu langer Nachtschlaf", sagt Schmid. Dessen Dauer liegt individuell verschieden zwischen sieben und acht Stunden. "Gefunden haben Sie die optimale Länge dann, wenn Sie tags darauf erst zur Schlafenszeit wieder müde werden", sagt der Mediziner.  (dapd)

 

 

 

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