Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
07.03.2011
Foto: Simone Peter / Pixelio
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Viele Menschen nutzen die Zeit bis Ostern und verzichten auf bestimmte Lebens- oder Genussmittel. Die Gründe sind unterschiedlich: Die einen wollen abnehmen, bei anderen spielt die Religion eine Rolle, wieder andere wollen sich einmal im Jahr im Verzicht erproben. Im folgenden einige Fragen und Antworten zum Thema Fasten:
- Birgt Fasten gesundheitliche Probleme?
Sieben Wochen lang auf Fleisch, Alkohol oder Schokolade zu verzichten, sei völlig unbedenklich, erklärt Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. "Es ist auch eine gute Möglichkeit, sich die eigene Ernährung bewusst zu machen", sagt sie. Radikales Fasten aber, bei dem man kaum etwas zu sich nehme, sollte über fünf Tage hinaus nicht ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden.
- Eignet sich Fasten zum Abnehmen?
Fasten – unter ärztlicher Aufsicht – als Einstieg zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung kann nach Worten Olias' sinnvoll sein. Von einer Radikalkur, um rasch viele Pfunde zu verlieren, rät sie ab. Denn der Stoffwechsel stelle sich auf die niedrige Energiezufuhr ein. Beginne man dann wieder normal zu essen, seien die abgenommenen Kilos rasch wieder drauf.
- Gibt es Personen, die nicht fasten sollten?
Schwangere, Kinder, ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen sollten aufs Fasten verzichten. Dies gilt natürlich nur für Kuren, bei denen kaum etwas gegessen wird. Der zeitweilige Verzicht auf bestimmte Genussmittel, wie es in der Regel in der Fastenzeit praktiziert wird, schadet nichts.
- Was sollte man beim Fasten beachten?
"Radikale Fastenkuren belasten den Stoffwechsel", betont Olias. Deshalb werde empfohlen, bevorzugt im Urlaub zu fasten, Stress zu vermeiden, sich nur maßvoll zu bewegen. Außerdem solle man sich auf eine solche Kur gut vorbereiten, die Ernährung langsam umstellen und nicht von einem Tag auf den anderen mit dem Fasten beginnen. Für das Fastenbrechen gilt das Gleiche: Der Körper sollte langsam an normale Kost gewöhnt werden. (dapd)
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