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Falun Gong im Visier Laut Bericht Spionageverdacht gegen chinesische Regierungsbeamte

DAPD

27.06.2010

Dem chinesischen Regime ein Dorn im Auge sind die weltweiten Proteste gegen die Verfolgung von Falun Gong in China. Hier in der Nähe des Kanzleramtes in Berlin beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao am 29. Januar 2009. Foto: John MacDougall/AFP/Getty Images
Dem chinesischen Regime ein Dorn im Auge sind die weltweiten Proteste gegen die Verfolgung von Falun Gong in China. Hier in der Nähe des Kanzleramtes in Berlin beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao am 29. Januar 2009.

Foto: John MacDougall/AFP/Getty Images

Hamburg (apn) Wegen Spionageverdachts ermittelt die Bundesanwaltschaft nach Informationen des „Spiegels“ gegen hochrangige chinesische Regierungsbeamte. Ein Sprecher der Karlsruher Behörde sagte am Samstag der Nachrichtenagentur DAPD, er gebe dazu keine Stellungnahme ab. Die Spionageaffäre drohe wenige Wochen vor der geplanten China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Beziehungen zwischen den Staaten zu belasten, heißt es in dem Vorabbericht.

Einer der Beschuldigten habe den Rang eines chinesischen Vize-Ministers inne und fungiere als Leiter des „Büros 610“, das im Auftrag der Pekinger Regierung die in China verbotenen Meditations-Bewegung Falun Gong weltweit bekämpfe, schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin weiter.

Dem Bericht zufolge stehen zwei chinesische Beamte im Verdacht, in Deutschland Anhänger der Falun-Gong-Bewegung ausgespäht zu haben. Die mutmaßlichen Agentenführer sollen im März 2006 versucht haben, in Berlin einen Falun-Gong-Anhänger aus Norddeutschland als Quelle zu rekrutieren.

Gegen diesen Mann, einen Akademiker, der später in großem Umfang Falun-Gong-EMails nach China weitergeleitet haben soll, werde ebenfalls ermittelt. Mitte Mai sei seine Wohnung vom Bundeskriminalamt durchsucht worden. Der Beschuldigte selbst bestreite die Vorwürfe. Die beiden Beamten hätten sich als Wissenschaftler ausgegeben, er habe „zu keinem Zeitpunkt“ gewusst, dass es sich bei ihnen um chinesische Geheimdienst-Mitarbeiter handele.

Laut „Spiegel“ hatte das Auswärtige Amt Ende vergangenen Jahres einen Mitarbeiter des chinesischen Generalkonsulats in München aufgefordert, Deutschland zu verlassen. Der Diplomat sei dabei ertappt worden, Informanten in der Uiguren-Szene zu werben. (AP)

 

 

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