Unternehmen – LBBW hat gute Karten im Poker um die WestLB – DAPD
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LBBW hat gute Karten im Poker um die WestLB

DAPD

20.08.2007

Düsseldorf – Beim Fusionspoker um die Zukunft der angeschlagenen WestLB wachsen offenbar die Chancen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprach sich in der „Frankfurter Rundschau“ für den Zusammenschluss der Landesbanken aus. Er würde es sehr begrüßen, wenn durch eine Konsolidierung auf Landesbankenebene ein Institut entstünde, das in der Champions League mitspielen könne, sagte der SPD-Politiker.

Die Sparkassenverbände im Rheinland und in Westfalen befürworten als WestLB-Aktionäre offenbar ebenfalls eine rasche Fusion. „Beide Banken hätten heute „kein Geschäftsmodell, das über Jahre hinaus den eigenständigen Fortbestand der Institute sichert“, hieß es in einem von der „Wirtschaftswoche“ zitierten vertraulichen Arbeitspapier. Nach Informationen des Magazins soll bereits Ende August ein „Memorandum of Understanding“ vereinbart werden, das wesentliche Punkte des Zusammenschlusses umfasst.

Steinbrück betonte in der „Frankfurter Rundschau“, der deutsche Finanzmarkt sei im internationalen Maßstab sehr vielfältig und kleinteilig, was auch Nachteile habe. „Wir könnten einen weiteren großen Anbieter neben der Deutschen Bank und Commerzbank gut vertragen.“ Eine Landesbank mit einer Bilanzsumme von über 700 Milliarden Euro entspräche Deutschlands Rolle in Europa. Sie wäre damit nach der Deutschen Bank die Nummer zwei im hiesigen Bankenmarkt.

Sparkassenpräsident Heinrich Haasis sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“, er sei sich mit dem Rheinischen und dem Westfälisch-Lippischen Sparkassenverband einig über die Chancen einer Fusion von LBBW und WestLB. „Ich gehe davon aus, dass bis zum Jahresende die wesentlichen Entscheidungen über die Zukunft der WestLB gefallen sind.“ Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will laut „Focus“ die Fusion dagegen weiter blockieren und Alternativen ausloten.

Bereits vergangene Woche hatte die LBBW ihr Interesse an einer Fusion mit der krisengeschüttelten WestLB bekräftigt. Der Vorsitzende des LBBW-Verwaltungsrates, Peter Schneider, sagte, die beiden Institute hätten hohe Schnittmengen. Die beiden Geschäftsmodelle ließen sich gut vereinen. Es würden intensive Gespräche geführt. (AP)

 

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