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Aktuelle Nachrichten – Gesundheit

Lehrer und Ärzte sollen sich gegen Masern impfen lassen

DAPD

30.07.2007

Berlin – Im Kampf gegen die Masern raten Experten nun auch verstärkt Erwachsenen zur Impfung. So sollten sich Lehrer und Erzieher, Ärzte und Krankenschwestern sowie Beschäftigte in Heimen impfen lassen, die im Beruf mit der Krankheit in Berührung kommen könnten, ist die jüngste Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Bundes, die das Robert-Koch-Institut am Montag in Berlin veröffentlichte.

Generell empfohlen ist die Impfung ohnehin für alle Kleinkinder, die im ersten und zweiten Lebensjahr zwei Mal gespritzt werden. Bei den jüngsten Masernausbrüchen – unter anderem in Nordrhein-Westfalen 2006 – habe sich aber gezeigt, dass immer mehr ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene erkranken, erklärte die STIKO. Deshalb sollten sich alle, die einem beruflichen Erkrankungsrisiko ausgesetzt seien, impfen lassen, sofern sie die Masern nicht bereits hatten und dadurch geschützt sind.

Über den Sinn der Masernimpfung wird seit Jahren gestritten. Während einige Kinderärzte strikt dafür sind, plädieren andere dafür, die Jungen und Mädchen lieber durch eine Ansteckung zu immunisieren. Die Infektionskrankheit kann allerdings gravierende Folgen haben, im schlimmsten Fall dauerhafte Hirnschäden.

In Nordrhein-Westfalen war nach einem weiteren Ausbruch in diesem Frühjahr sogar eine Impfpflicht debattiert worden, um die Masern in den Griff zu bekommen. STIKO-Chef Heinz-Josef Schmitt, selbst Kinderarzt, hatte sich dafür ausgesprochen. Dies sei allerdings keine offizielle Äußerung der Kommission, die dafür nicht zuständig sei, betonte das RKI auf AP-Anfrage.

Die Empfehlungen der STIKO sind Voraussetzung dafür, dass eine Impfung von der Krankenkasse bezahlt wird. Auf Grundlage der Empfehlung entscheidet darüber im einzelnen der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten und Krankenkassen.

http://www.rki.de/ (AP)

 

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