Berlin – Zehn Wissenschaftler sind mit dem renommierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) würdigte die Preisträger bei der feierlichen Übergabe am Dienstag in Berlin als herausragende Vertreter ihrer jeweiligen Disziplinen. Die Auszeichnung ist mit einer Fördersumme von 2,5 Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Forschungspreis. Die Preisträger können dieses Geld bis zu sieben Jahre für ihre Forschung einsetzen.
„Die deutsche Wissenschaft braucht Sie“, sagte Schavan zu den zehn Preisträgern. „Nicht nur Ihre Forschungen, sondern auch Ihr Vorbild, wie man mit Talent und Engagement außergewöhnliche Ziele erreichen kann.“ Überreicht wurden die Auszeichnungen vom Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner. Der Preis sei nicht nur Auszeichnung, sondern auch Verpflichtung, sagte Kleiner. Die Preisträger hätten eine hohe Verantwortung für die deutsche Wissenschaft.
Zu den Gratulanten gehörte auch der Präsident der Kultusministerkonferenz, der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). Zöllner warb in seinem Grußwort für eine bessere Ausbildung der Studenten. Dies sei für ein Land wie Deutschland existenziell. Nur auf einer breiten wissenschaftlichen Basis könne sich eine stabile Spitze von Forschern bilden.
Das Leibniz-Programm wurde 1985 eingerichtet. Das Ziel: Die Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler sollen erleichtert und der bürokratische Aufwand verringert werden. Für den Preis, der an den Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) erinnert, können Wissenschaftler aus allen Fachgebieten nominiert werden.
In diesem Jahr wählte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Preisträger aus 129 Vorschlägen aus. Ausgezeichnet wurde der Kölner Endokrinologen Jens Claus Brüning, der Hallenser Physiker Patrick Bruno und die Münchner Neurowissenschaftlerin Magdalena Götz. Weitere Preisträger sind der Werkstoffwissenschaftler Peter Gumbsch aus Karlsruhe, der Potsdamer Klimaforscher Gerald Haug und der Bielefelder Historiker Bernhard Jussen.
Prämiert wurden zudem die Garchinger Astrophysikerin Guinevere Kauffmann, der Jenaer Mineraloge Falko Langenhorst, der Münchner Philologe Oliver Primavesi und der Tübinger Entwicklungsbiologe Detlef Weigel.
http://www.dfg.de/ (AP)