Aktuelle Nachrichten – Deutschland
12.10.2010
Foto: AP
Düsseldorf hat das Rennen um die Austragung des Eurovision Song Contests 2011 gemacht. Nach wochenlangen Spekulationen gab der NDR die Entscheidung bekannt. Mitbewerber waren die Städte Berlin, Hamburg und Hannover. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) sagte, dies sei "ein bedeutender Tag" für seine Stadt. Der Grand Prix wird im Mai 2011 in Deutschland ausgerichtet, nachdem die deutsche Song-Contest-Teilnehmerin Lena Meyer-Landrut in diesem Jahr den Gesangswettbewerb gewonnen hatte. Die Sängerin aus Hannover soll im kommenden Jahr noch einmal antreten.
Die ARD-Intendanten gaben Düsseldorf auf Vorschlag des NDR einstimmig den Zuschlag. Auch die Europäische Rundfunkunion (EBU) habe laut NDR grünes Licht gegeben. Eine "intensive Prüfung" der Konzepte aller vier Städte, die sich als Austragungsort beworben hatten, lag der Entscheidung zu Grunde. Düsseldorf bietet nach Einschätzung der Verantwortlichen die besten Bedingungen für das Event.
Elbers sagte: "Es wird das größte Musikereignis sein, was es jemals in Deutschland gegeben hat." Nach Ansicht des Oberbürgermeisters wird der wirtschaftliche Effekt für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt unbezahlbar sein. Über die Fernsehgeräte seien 160 Millionen Menschen in Düsseldorf dabei. Der Werbeeffekt lasse sich auf mindestens 140 Millionen Euro beziffern. Die Multifunktionsarena am Rhein, in der der Song Contest stattfindet, ist das Heimstadion des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, der eigens für den Gesangswettbewerb für mehrere Wochen die Arena verlassen muss.
Das Grand-Prix-Finale geht am 14. Mai 2011 über die Bühne. Die Halbfinalrunden des Gesangswettbewerbs stehen am 10. und 12. Mai auf dem Programm. Ab wann es Tickets geben wird und zu welchem Preis steht den Angaben zufolge derzeit noch nicht fest, soll aber möglichst noch im Laufe des Jahres bekanntgegeben werden. Bei den Kosten für den Song Contest orientiere man sich an dem Event in Oslo und nicht an Moskau, sagte NDR-Sprecher Martin Gartzke. Der Grand Prix in Oslo soll Berichten zufolge angeblich rund 25 Millionen Euro gekostet haben, die Veranstaltung in Moskau soll um einiges darüber gelegen haben.
Laut Gartzke tragen die ARD und die EBU die Kosten für die Veranstaltung. Von der EBU komme eine Sockelfinanzierung, den weitaus größeren Teil bezahle die ARD. Eine Refinanzierung soll auch durch den Ticketverkauf erfolgen.
Deutschland hatte vor diesem Jahr den Grand Prix erst einmal gewonnen: 1982 siegte Nicole mit "Ein bisschen Frieden". Der Song Contest fand im Jahr darauf in München statt. 1957 war Frankfurt am Main Gastgeberstadt des ein Jahr zuvor gestarteten Gesangswettbewerbs.
Der deutsche Vorentscheid war in diesem Jahr von der ARD und ProSieben – mit dem Grand-Prix-erfahrenen Entertainer Stefan Raab – gemeinsam ausgetragen worden. Die Zusammenarbeit war eine Premiere für den öffentlich-rechtlichen Senderverbund und den Privatsender.
(sfr/Waehlisch-dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Das doppelte Jubiläum des Mr. Grand Prix
(25.09.2010)
Vier Städte bewerben sich für Eurovision Song Contest
(21.08.2010)
Lena geht nächsten April auf Tournee
(30.06.2010)
Lena stürmt nun auch die internationalen Verkaufscharts
(31.05.2010)
Lena: Germany’s Teenage Singing Sensation Wins Eurovision Crown
(31.05.2010)
(30.05.2010)