Würzburg – Mit Lichttherapie helfen Würzburger Wissenschaftler Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren in Mund und Rachen. Schlucken, Sprechen und Atmen falle den Patienten nach der Behandlung leichter, teilte die Universität Würzburg mit. Zudem litten sie weniger stark an Schmerzen, Schwellungen und Blutungen, Lebensqualität und Überlebenszeit stiegen. Angewandt wird die Lichttherapie den Angaben zufolge, wenn außer Chemotherapie keine Behandlung mehr anschlage.
Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) bekommen die Patienten zunächst eine lichtempfindliche Substanz verabreicht. Dieser so genannte Photosensiblisator wird anschließend mit Licht aktiviert und bildet aggressive Sauerstoff-Moleküle, welche die Tumorzellen direkt abtöten oder zum Verschluss von Blutgefäßen führen, wodurch ebenfalls Tumorzellen abgetötet werden. Das gesunde Gewebe in der Umgebung wird dabei weitgehend geschont. Die Methode ist laut der Universität bei der Behandlung von Hautkrebs weit verbreitet, Mund- und Rachentumore werden dagegen noch selten damit behandelt.
Das Licht kann oberflächlich auf den Tumor gestrahlt werden, aber auch über lichtleitende Glasfasern direkt ins Gewebe gebracht werden, um den Tumor direkt zu attackieren. Auch während Tumoroperationen, wenn im Wundbett zurückbleibende Tumorzellen zerstört werden sollen, kommt die Methode zum Einsatz, wie die Universität mitteilte.
(AP)